Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 26.1901

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ALEXANDRINISCHE GRABRELIEFS

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Tiefe 0,43. Hohes Relief. Die Architekturformen sind bis auf
die linke Vorderkante gut erhalten, die Reliefs dagegen sehr
schwer verwittert. Das rechte Seitenrelief haben Araber abzu-
meisseln versucht. Die linke Hälfte der rückwärtigen Thür ist
aus Gipsstuck eingesetzt. Spuren eines Stucküberzuges sind
nicht vorhanden.—Der äussere Aufbau gleicht fast ganz dein
des vorigen Na'iskos, nur liegt auf den Säulen ein breiter Archi-
trav ohne Hohlkehle, und ist der Zahnschnitt des Geison fort-
gefallen. Dafür erscheint über der Hohlkehle der Thür ein Gie-


bel mit flach gewölbtem oberem und gezähntem unterem Gei-
son, in seiner Mitte die ungeflügelte Sonnenscheibe. Die Rück-
seite zeigt eine einfache Thür mit halb geöffneten Flügeln, die
Seiten in halbhohem Relief zwei grosse Wildhunde, die auf
Halbkugeln sitzen ; darin sind gewiss nicht Sonnenscheiben,
sondern Sandhügel zu erkennen, entsprechend der Lebensweise
des Tieres und dem Namen des Gottes 'Anubis auf seinem
Hügel’. Von der Hauptdarstellung sind gerade noch zwei halb-
geöffnete Thürflügel kenntlich, vor denen links ein riesiger
Edelfalke, der die Flügel lüftet, und rechts ein Mann im Man-
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