Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 26.1901

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W. KOLBE

nicht ausgeschlossen werden, dass die Πανδώρα, die 360/59
die Werft verliess, sein Werk ist. Grösserem Zweifel muss die
Einsetzung seines Namens in 811 begegnen. Aber will man
auch diese Voraussetzung zugeben, so haben wir für die Παν-
δώρα [Ξενοκλέους] ein Mindestalter von fast 40 Jahren zu kon-
statieren. Denn wenn auch Telemachos’ Trierarchie nicht un-
mittelbar vor die Zeit seiner Schuldentilgung (323/2 s. 811 d. 5)
fiele, so bliebe doch bestehen, dass das Schiff beim Ausbruch
des Lamischen Krieges wieder in Stand gesetzt worden ist.
Indessen wird niemand bei dem hypothetischen Charakter des
Materials aus diesem Einzelfalle einen Beweis für besonders
lange Haltbarkeit der Trieren ableiten wollen.

Πετομένη Λυσικλ[είδ]ο(υ) ποιηθεισα.361/0
εξαίρετος. 357/6

Λυ σι |χΖείδ0 J πα9^κειται] ■ 353/2

Schuld einer Trierar- \
Λυσικράτους chie von 34°/39 (?) n325/4)
bezahlt.)
τετρήρης ΠάΑριστοκράτους Schulden bezahlt . (323/2)

799 d 39
793 c 29
795 e 59
809 c 40
81 icigo

Darin stimme ich völlig mit Keil (a. a. 0. 208 A. 2) überein,
dass nicht Lysikrates der Erbauer der Πετομένη 361/0 ist.
Denn dieser Name ist sowohl durch die Genetivendung -ου
wie durch die Grösse der Lücke 799 d ausgeschlossen. Meine
Abschrift
Γι_ΤΟΜ ENH
λ γ r1vΛ . . .orDro

lässt nur die eine Ergänzung Λυσικλ[είδ]ου zu. Dagegen ist
nicht mit Sicherheit festzustellen, ob das 353/2 in den Akten
erwähnte Schiff noch das des älteren Baumeisters ist, oder ob
bereits eim Ersatzbau stattgefunden hat. I111 günstigsten Fall
hat die Πετομένη I jedoch nur ein Alter von 20 Jahren er-
reicht; denn das jüngere Schwesterschiff (Λυσικράτους έ'ργον)
ist anscheinend schon 340/39 in See gegangen.
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