Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 10.1894

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Architektonifche Rundfchau
SKIZZENBLÄTTER
AUS ALLEN GEBIETEN DER BAUKUNST
HERAUSGEGEBEN
VON
Ludwig Eisenlohr und Carl Weigl e
ARCHITEKTEN IN STUTTGART.

-*-+ 10. Jahrgang 1891.
12. Heft.

Monatlich eine Lieferung zum Preise von Mark 1, 50.

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I N HALT.

Tafel g3- Wohnhaus Hock in Aschaffenburg; erbaut von
Architekt August Hock in München.
Das Erdgeschoss sowie sämtliche Architekturteile bestehen
aus rotem Sandstein aus den Brüchen von F. & R. Wörner in
Aschaffenburg.
Der malerische Schmuck der Fassaden ist entworfen und in
Keimscher Manier ausgeführt von Kunstmaler Adalbert Hock.
Die Baukosten betragen pro qm
überbauter Fläche ca. 200 Mk.
Tafel 94. Fürstenzimmer
auf Hohen - Salzburg; aufge¬
nommen von Architekt J. von
Grienberger in Salzburg.
Tafel 95 u. 96. Wohn¬
häusergruppe an der Steinsdorf¬
strasse in München ; erbaut von
Lincke & Littmann, Archi¬
tekten daselbst.
Die auf dem Terrain
der Münchener Kunstgewerbe-
Ausstellung vom Jahre 18S8
errichteten Gebäude an
Steinsdorfstrasse wurden
verschiedenen Unternehmern
Grundriss des
nach den Entwürfen und unter
der Leitung der Architekten Lincke & Littmann gebaut. Die
Notwendigkeit, den ausserordentlich wertvollen Platz in seiner
bedeutenden Tiefe möglichst nutzbringend zu bebauen, führte zu
der im Grundriss ersichtlichen Anlage : einzelne Partieen zurück-
zuschieben und so zwei, nach der Strasse zu offene Höfe zu
schaffen. Durch gärtnerische Anlagen, die durch einen architek-
tonischen Abschluss gegen die Strasse begrenzt sind, wurden in
diesen rückwärts gelegenen Bauteilen feine, ruhige Wohnungen
geschaffen.
Bei den Fassaden sind die Sockel in Granit, die architek¬

tonischen Gliederungen in weissem Sandstein ausgeführt; die
Dächer wurden mit Falzziegeln, teilweise auch mit Kupfer gedeckt.
Die Häuser sind zum grössten Teil mit Aufzügen versehen und
haben im Innern eine behagliche, gut bürgerliche Ausstattung
erhalten.
Tafel 97. Wohn- und Geschäftshaus Münzstrasse 21 und
Ecke Verlängerte Kaiser Wilhelm-Strasse in Berlin; erbaut von
Werner & Zaar, Architekten daselbst. —- 4. Vestibül Münz-
strasse 21. (Siehe auch Tafel 80, 81 u. 88.)
Tafel 98. Villa Radetzki in Gross-Lichterfelde; erbaut
von Architekt Axel Gulda hl daselbst.
Die Baukosten dieser Villa betragen 45 000 Mk. ein-
schliesslich der Anlage einer
Warmwasserheizung.
Tafel 99. Geschäftshaus
der Familie Kremers an der
Elisabethstrasse und am Kapu-
zinergraben in Aachen; erbaut
von Architekt Johannes
Heeren daselbst.
Inmitten der Stadt zwischen
Münster und Theater lag ein
Kloster, welches die Stadt zur
Durchlegung einer neuen Strasse
erwarb. Sämtliche am Kapu¬
zinergraben liegenden Häuser stiessen mit der Hinterfront an ein
kaum zwei Meter breites Gässchen, das am Kloster entlang lief.
Die neue Strasse wurde nun mitten durchs frühere Klosterterrain
gelegt und den Angrenzern die gewonnenen Baustellen zu einem
verhältnismässig günstigen Preise angeboten. Für die Bebauung
des den Herren Geschwister Kremers, die eines der grössten
Manufakturgeschäfte Rheinlands führen, zugefallenen Terrains
bestimmten dieselben, dass das neue Geschäftslokal in bequemster
Weise mit dem alten zu verbinden sei und das obere Geschoss
des neuen Hauses zu Wohnräumen benutzt werden sollte.


der

von

Wohnhaus Ilock in Aschaffenburg; erbaut von Architekt August Hock
in München.
Erdgeschosses.
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