Ars: časopis Ústavu Dejín Umenia Slovenskej Akadémie Vied — 1988

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Ein Beitrag zur ostsïowakischen Renaissanceattika

Mit der Problematik der ostslowakischen Renaissance-
attika befaßt sich die polnische, ungarische und später
auch die slowakische Kunstgeschichte. Meistens wurde die
typologische Verwandtschaft der ostslowakischen Attiken
mit den Attiken des schlesisch-polnischen Gebietes festge-
stellt.
Die Autorin analysiert zuerst die Ansichten der einzelnen
Autoren betreffs dieser Problematik, dann nimmt sie
ihren eigenen Standpunkt ein. Sie stellt fest, daß die
Zwerggiebel-Bogen-Attika auf dem mitteleuropäischen Ge-
biet nach dem Jahre 1520 in Wroclaw erscheint und sich
dann nach Schlesien verbreitet. In den Jahren 1540—1549
erscheint die Attika im schlesischen Boikow in Form eines
Schwalbenschwanzes. In der Ostslowakei erscheint die
Frührenaissanceattika des Typus der Schwalbenschwänze
kombiniert mit Halbbogen zum ersten Mal in Strážky
(um das Jahr 1560) und in Betlanovce (1564—1568).

Im Jahre 1586 kommt auf dem Glockenturm in Kežma-
rok ein neuer Attika-Typus mit einigen Elementen vor, die
mit den von Sukiennice (Tuchhäuser) in Krakow verwandt
sind. Der Aufbau der Glockentürme mit einem Attika-
Kamm, eine Besonderheit der ostslowakischen Renaissance,
hängt mit dem Antritt der Reformation zusammen. Dieser
neue Typ erscheint in einer Reihe von Modifikationen in
der Ostslowakei und überlebt dann weit in das 17. Jahr-
hundert. Aus der polnischen Attika übernimmt man die
plastische Arkatur unter dem Attika-Kamm.
Zum Schluß stellt die Autorin fest, daß die ostslowaki-
sche Renaissanceattika ein spezifisches Ergebnis der all-
mählichen Vermischung mehrerer Renaissanceströmungen
auf unserem Gebiet darstellt.
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