Becker, Wilhelm Gottlieb; Tauber, Andreas [Editor]; Pursh, Frederick [Editor]; Block, Ludwig Heinrich von [Editor]
Der Plauische Grund Bei Dresden: Mit Hinsicht Auf Naturgeschichte Und Schöne Gartenkunst ; Mit fünf und zwanzig Kupferblättern — Nürnberg, 1799

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Die Zwischenmittel aber, welche die auf einander folgenden Kohlenssötze
nbsondern, beliehen theils aus reinem Thone, theils aus einem Gemenge von
Thone, Sand und mehrmals erdigem Steinmarke, sind geschichtet, und jede
Schicht hat ein anderes Mischungsverhältniss und gewöhnlich auch eine andere
Farbe.
Dasjenige von dem erssen bis zum zweiten Kohlenflötze hat 7 Schichten, und
in der ersten Schicht einen weichen gelblichweissen Thon, den man in der Grube
kneten kann; in der zweiten gelblichgrauen Schieferthon; in der dritten einen
gelblichgrauen sehr thonigen Sandstein, von feinem Korne, der in der Grube fest
ist, an der Luft aber zerfällt; in der vierten ebenfalls wieder, wie in der ersten,
einen sehr weichen gelblichweissen Thon, der nach unten zu härter wird; in der
fünften einen gelblichgrauen Schieferthon; in der sechsten einen lichten, und
dunkelaschgrau gestreiften Schieferthon von vieler Härte; und endlich in der
siebenten einen feinkörnigen sehr thonigen und festen Sandstein, welcher lieh
nicht, wie der in der dritten Schicht, an der Luft auslösst. Nun folgt das zweit«
Kohlenflötz.
Von diesem bis auf das dritte Kohlenssötz ift das Zwischenmittel in Rücklicht
des darin sehr viel vorkommenden erdigen Steinmarks verschieden, und besteht
aus 10 Schichten. Die erste enthält aschgrauen Schieserthon; die zweite ein Ge-
menge von Thon, Sand und erdigem Steinmark, welches in zusammen gebackenen
kleinen Körnern vorkömmt; die vierte einen stark mit Sande gemengten Thon;
die fünfte einen aschgrauen Schieferthon; die sechste wieder ein Gemenge von
Thon, Sand und Steinmark; die iiebente aschgrauen Schieferthon: die achte
gelblich grauen Schieserthon; die neunte nochmals eine Gemenge von Thon, Sand
und Steinmark; die zehnte endlich den Kohlenstein, worauf das dritte Kohlenflötz
folgt. Alle diese Schichten sind mit einer, etwa einen Zoll dicken Schicht, einem
feinen gräulichweissen Thone oder Letten, wie ihn die Arbeiter nennen, von
einander abgesondert.
Das Zwischenmittel von dem dritten bis auf das vierte Flötz habe ich, wie
vorhergehende nicht selbst in der Grube sehen können , aber nach dem, was ich
auf einer Halde von demselben fand, zu schliessen, besteht es ebenfalls wechsels-
weise aus reinem Schieferthone und einem Gemenge Von Thon, Sand und erdigem
Steinmark.
So wie diese beschriebenen Zwischenmittel von Zauckerode nach dem Sauberg
hinauf ihren Bestandtheilen nach beschafsen sind, habe ich sie auch auf den Halden
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