Becker, Wilhelm Gottlieb; Tauber, Andreas [Editor]; Pursh, Frederick [Editor]; Block, Ludwig Heinrich von [Editor]
Der Plauische Grund Bei Dresden: Mit Hinsicht Auf Naturgeschichte Und Schöne Gartenkunst ; Mit fünf und zwanzig Kupferblättern — Nürnberg, 1799

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die doppelten Reihen der fünf und sechsblättrigen Figuren zu ruhen pssegen, sinden,
einige Ähnlichkeit unter den Corallen. Z. B. bei der Madrepora verrucosa L.
und vielleicht bei den ersten Anfängen einiger Gattungen mit zusammengesetzten
Sternen lind dergleichen vorhanden, und doch getraue ich mir nicht, sie zu einer
dergleichen zu rechnen, obgleich an ebengemeldeten Figuren, an einigen wo die
Blätter nicht quer durchgeschnitten sind, dieselben Blätter gleichsam einen florem
■peiitapetaliun oder liexapetalum s. liliaceum darstellen, delsen weitere Ausbreitung
man endlich einer Sternfigur ähnlich linden möchte. Was der äussern Gcstalt noch
am nächsten zu kommen scheint, wäre der Botryllus ftellaius Gaertneri, welchen
H. Pallas im zehnten Fascicul d. Spicileg. Zoolog, p. 37. und Tab. IV. f 1—-4.
beschreibt; nur stehet abermals im Wege, dass die Sternsiguren in die schleimige
Unterlage eingedrückt und vertieft sind, anltatt dass he hier über die Unterlage
erhaben, und in Blätter aufwärts gefaltet sind. Ohnerachtet der noch vorwal-
tenden UnbcÜimmtheit werde ich dennoch ferner alle Mühe anwenden, mehreres
Licht, wo möglich, darüber zu erhalten und Ihnen als denn davon Nachricht
geben. " — Diese nähere Prüfung unterblieb aber, weil der verdien!!volle Mann
bald daraus Harb. Diese Verstcinerungen sind als grosse Seltenheiten gleich
ansangs aufgesucht worden, so dass man jetzt wohl schwerlich ein Stück finden
dürste, wenn nicht durch irgend einen Zusall wieder gegraben werden sollte. Ich
selblt habe he nur in drei Ringfleinen in des Herrn Pötzsch sehr schönem und syste-
matischen Ilingstein-Kabinette, nebst einer sehr treuen durch das Mikroscop ge-
machten und vergrösserten Zeichnung vom Herrn lnspektor Köhler, gesehen,
welcher ebenfalls auch eine und vielleicht die schönlte Platte in seinem sehr
instruetiven und mit genauester und syliematischer Ordnung eingerichteten Mine-
ralien - Kabinette aufbewahret. Ich hoffe durch die hier beigefügte Abbildung
dieser merkwürdigen und seltenen Versteinerung, den Freunden der Naturge-
schichte ein wahres Vergnügen zu machen«

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