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Bröndsted, Peter Oluf
Reisen und Untersuchungen in Griechenland: nebst der Darstellung und Erklärung vieler neu entdeckter Denkmäler griechischen Styls, und einer kritischen Übersicht aller Unternehmingen dieser Art, von Pausanias bis auf unsere Zeit (Band 1) — Paris, 1826

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https://doi.org/10.11588/diglit.680#0058
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18 REOS. TOPOGRAPHIE, alterthümer in der stadt zea.

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IV.

Ich habe schon oben bemerkt, dass die jetzige Stadt Zea an alten Denkmä-
lern nicht reich sey. Dieses gilt aber nur im engeren Sinne von eigentlichen
Monumenten der Kunst, der Architektur und der Sculptur. Denn sonst hat
Zea sehr Vieles, in der Stadt selbst und in ihrer Nähe, was zur Genüge be-
weiset , dass sie auf den Trümmern einer bedeutenden alten Stadt gebaut
ist. Überall im Orte und in seiner nächsten Umgebung, wo der Berg ent-
weder den bequemen Gang der Strassen und die Gründung von Gebäuden
hinderte, oder, zur Befestigung der Stadt, unbesteigbar gemacht werden
musste, sind die Felsen mächtig durchgesägt und durch gewaltige Mauern
entweder verbunden, oder, wo es nöthig war, gestützt oder erhöht worden:
Werke, die in den christlichen Jahrhunderten dort gewiss nicht entstanden.
So sieht man z. B. an dem kegelförmigen Hügel, der, mit Häusern auf allen
Seiten bedeckt, das westliche Ende der Stadt bildet und einen Thurm aus dem
Mittelalter hat, schöne Substructionen von grossen gleich gehauenen Steinen,
auch viele Marmorstücke in den dortigen Häusern und in dem Thurme einge-
mauert, die ein grosses Gebäude aus altgriechischer Zeit bestimmt andeuten.
Auch wenn man auf dem gewöhnlichen Wege nach dem antiken Löwen hin-
ausgeht , von dem ich hernach sprechen werde, erblickt man, gleich vor der
Stadt rechter Hand, eine mehrere hundert Schritte fortlaufende Linie der
alten Befestigung, die theils durch senkrechte Absägung des Felsens, theils
durch starke Mauern, die sich ihm anschliessen, gebildet ist.

Von den im engeren Sinne architektonischen Überbleibseln in der Stadt ist
das wichtigste Stück, welches wir sahen, ein in die innere Seitenmauer der
kleinen Kirche des heiligen Georgs (tou aytoy rswpytou) eingesetzter Marmor,
von diesen Verhältnissen: Höhe des Architravstücks (lin. A) 3 Fuss 6 ^ Zoll.
Höhe der zwei Bänder über den Tropfen (lin. B) 6 ^ Zoll.





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