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FORSCHUNGSZENTRUM FÜR MITTELALTERLICHE GLASMALEREI

Farbigkeit, Ornament: Daß das mit schraffiertem Grund hinter-
legte naturalistische Efeulaub dort, wo die Schuppen einander
tangieren, durch halbe gelbe, blaue und rote Blüten rhythmisch
belebt wurde, belegen Engelhards Aquarelle von 1842 (Parello
2008, Fig. 97).
Technik, Stil, Datierung: Um 1260/70 wohl in Haina von einer
westlich geschulten Werkstatt ausgeführt. CVMA E 3 (2008)
3. FARBIGES FLECHTWERK Fig. 777E, Abb. 395
Kopfscheibe aus dem Südquerhaus der Ritterstiftskirche in Wimp-
fen im Tal. Leihgabe des AM (s. S. 603). Wimpfen, um 1270/80.
4, 5. ORNAMENT AUS BLATTQU AD RATEN Abb. 387E
Zwei Scheibenfragmente aus der Konradi-Kapelle des Konstan-
zer Münsters. Leihgabe des EO (s. S. 612). Konstanz, um 1290.
6. TABERNAKELBEKRÖNUNG Fig. 798, 801, Abb. 400
Kopfscheibe aus einem Westfassadenfenster der Konstanzer Do-
minikanerkirche. Leihgabe des EO (s. S. 612). Konstanz, um 1320.
7, 8. MASSWERKORNAMENTE Fig. 786-788, Abb. 391E
Zwei Scheiben aus einem Langhausfenster der Thomaskirche in
Straßburg. Leihgabe des AM (s. S. 605). Straßburg, um 1325/30.
9, 10. MARIA UND KIND Fig. 364, Abb. i76f.
Zwei Kopffragmente aus dem Küferfenster des Freiburger Mün-
sters. Leihgabe des AM (s. S. 334). Freiburg i. Br., um 1340.
11. RÜSTUNGSFRAGMENTE Abb. 404
H. 39,5 cm, B. 29,5 cm. Sammelscheibe aus dem Nachlaß Merz-
weiler (s. S. 609) mit Fragmenten aus der alten Pfarrkirche von
Oberehnheim. Leihgabe des AM (Inv. Nr. K 38/65). Straßburg,
um 1475 (Theobald von Lixheim). CVMA E 3 (2010)
12. FLÜGEL, WOLKEN UND GEWANDTEILE Abb. 428
H. 39,5 cm, B.29,5 cm. Sammelscheibe aus dem Nachlaß Merz-
weiler mit Fragmenten aus der alten Pfarrkirche von Oberehn-
heim (s. S. 609). 2003 dem Forschungszentrum von Hauptkon-
servator Prof. Dr. Wolfgang Stopfei überlassen. Straßburg, um
1475 (Theobald von Lixheim). CVMA Großdia E 1 (2008)
13. ENGEL Abb. 427
Maßwerkscheibe. H. 31,5 cm. Erworben 2006 aus einem Glaser-
Nachlaß in der Nähe von Belfort. Unveröffentlicht.

Erhaltung: Vorzüglich erhalten, Sprungbleie jedoch modern.
Komposition, Farbigkeit, Technik: Ursprünglich ein farbloses
Glasstück mit schwarz abgedecktem Grund und feiner negativer
Binnenzeichnung. In den Haaren und Flügeln Silbergelb.
Stil, Datierung: Franche-Comte, um 1490. CVMA E9 (2009)
14,15. WAPPEN STEINMEYER/GLOTTERER Fig. 473E
Ehemals Münster, Chor S VI, 2c. Leihgabe des AM (s. S. 403).
Straßburg, 1494 (Werkstatt des Hans von Maursmünster).
16. KRUZIFIXUS VOR BUTZENGRUND
Fig. 792, Abb. 417
Herkunft ungeklärt. Leihgabe AM (s. S. 607). Oberrhein, um 1490.
17, 18. ASTWERKSOCKEL Fig. 804E, Abb. 429E
H. 26,5 cm, B. 41,5 cm. Zwei Scheibenfragmente aus Wurzel-Jesse-
Fenster im Mortuarium des Eichstätter Domes. Erworben 2007
von Sam Fogg Ltd. in London, vormals in Toddington Castle.
Bibliographie: Hartmut Scholz, Ein unbekanntes Augsburger
Wurzel-Jesse-Fenster nach Entwürfen aus dem Werkstattkreis
Hans Holbeins d. Ä. und Thoman Burgkmairs, in: ZDVfKw 63,
2009 (Erstveröffentlichung mit Rekonstruktion des Fensters und
Ermittlung seines mutmaßlichen Standorts; im Druck).
Stil, Datierung: Augsburg, um 1500. CVMA Großdia E 7E (2009)
19. HL. KORNELIUS Abb. 425
Rechteckige Monolithscheibe. H. 33 cm, B. 7,5 cm. Ehemals in
der Sammlung des Architekten C. A. Meckel in Freiburg i. Br.,
1934 in München versteigert. Seit 1992 als Leihgabe der Familie
Brenzinger im Forschungszentrum des CVMA.
Bibliographie: Kat. Aukt. München 1934, Nr. 172.
Erhaltung: Das ursprüngliche Erscheinungsbild wird durch ei-
nen notverbleiten Spinnensprung sowie durch punktuelle Kor-
rosion der Bemalung auf der Innenseite erheblich beeinträchtigt.
Ikonographie, Farbigkeit: Der dargestellte Papst ist durch Tiara,
Kreuzstab und Horn eindeutig als der im Rheinland im späten
15. und frühen 16. Jh. vielverehrte Hl. Kornelius gekennzeichnet.
Technik, Stil, Datierung: Aachen (?), um 1500. CVMAW9397
20, 21. KOPFFRAGMENTE Fig. 796E
Zwei Sammelscheiben aus dem Nachlaß Geiges mit Köpfen aus
dem Freiburger Münster und dem Metzer Dom. Leihgaben des
AM (s. S. 6iof.). Freiburg i. Br., 1512 (Hans von Ropstein) bzw.
Metz, um 1520/30 (Valentin Busch).



Fig. 804, 805. Seitliche Astwerkbekrönungen der Sockelzone eines Wurzel-Jesse-Fensters. Ehemals Eichstätt, Dom, Mortuarium IX, ta+d.
Augsburg, um 1500 (nach Entwürfen aus dem Werkstattkreis Hans Holbeins d. A. und Thoman Burgkmair).
 
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