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II. ABSCHNITT.

Wir wollen nun die architektonische Darstellung des Baues näher würdigen
und sehen, warum dieser Tempel verdient habe, unter die Wunderwerke der
Kunst gesetzt zu werden.
Selten möchte es bei einem andern Gebäude, wie bei diesem, gelingen,
eine in den wesentlichsten Theilen evident richtige Darstellung geben zu können:
bei einem Gebäude, wovon man jetzt keine Spur mehr entdeckt, und die Nach-
richten aus so vielen Schriften zusammensuchen mufs.

Grundrifs des Tempels Taf. I.
i. Das Pteroma, oder die äufsere Säulenstellung.
Vitruv (5, 1.), wo er von den regulären Tempelformen der Griechen
spricht, führt den Tempel der Diana zu Ephesus, von Ktesiphon erbaut, als
Muster eines Dipteros aufj das ist: eines Tempels, der an jeder Fronte acht,
an jeder Seite, die Ecksäulen mitgerechnet, fünfzehn, und ganz um das Tempel-
haus her eine doppelte Reihe Säulen hat.
 
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