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der Zwisclienweite Diastylos sprechend, führt einen Tempel der Diana als
Beispiel an: aber von welcher Diana, steht nicht im Text. Indessen, da er im
vorhergehenden Kapitel vom Dianatempel zu Ephesus, und zwar zuletzt sprach,
und die Zwischenweite nach der Berechnung so genau ein trifft: welch andern
Tempel konnte er anders gemeint haben, als den berühmtesten, den der Diana
zu Ephesus? —■
Nach diesen Vorgesetzten unumstöfslichen Angaben kann über die Anord-
nung des Pteroma oder der aufs er n Säulengänge umher kein Zweifel obwalten.
Yli s b J t H 6 ; - 3 - *j ' .
i. Anordnung im Innern des Tempelhauses.
Weder Yitruv noch Plinius lehret uns etwras Näheres über die innere
Einrichtung des Tempelhauses. Wir wissen nur im Allgemeinen, dafs das In-
nere aller regulären Tempel mit Flügeln, in Zelle, Vorzelle und Nachzelle
(naos, pronnds und opiskJiodomusJ eingetheilt ward. Folglich schliefsen wir mit
Recht, dafs der Tempel von Ephesus, den Vitruv unter den regulären Tem-
peln als Vorbild anführt, eine solche Eintheilung gehabt habe.
Zweitens kommt uns zufällig eine Stelle im Pausanias (5, 12.) zu Hülfe,
aus welcher wir lernen, dafs der Ephesische Tempel, gleich dem Tempel des
Jupiter zu Olympia, zu der Gattung der Hypaethren gehörtej das ist: zu jenen
Tempeln, deren mittelster Theil der Zelle unbedeckt ivar, und welche zu bei-
den Seiten von der Mauer abstehende Säulenreihen hatten. (Vitr. 5, 1.)
Der unbedeckte Theil der Zelle pflegte mit prachtvollen Decken überzogen
zu werden, um darunter gegen Sonne und Regen geschützt zu seyn.
Diy_ Decke zu Olympia war ein schön verziertes assyrisches Gewrebe aus
 
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