Hofmann, Conrad [Editor]
Quellen zur Geschichte Friedrichs des Siegreichen (Band 1): Matthias von Kemnat u. Eikhart Artzt. Regesten — München, 1862

Page: 215
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Friedrichs des Siegreichen.

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wurde; ebensowenig wurden die zwei andern Tage
am 16. Nov. und 21. Dez. besucht. Friedrich war
Einer der wenigen Fürsten, welche der Stadt Nürn-
berg nicht absagten. — Erhard Schürstabs Beschrei-
bung des ersten markgräflichen Krieges gegen Nürn-
berg. (Herausg. von J. Bader in den Quellen und
Erörterungen zur bayer. und deutschen Geschichte.
Bd. YHI.) S. 88 und 89.

1450 Friedrich bestätigt die Privilegien der Universität
lO.Jan. zu Heidelberg: ~~ -

Heidel- „als siciider hochgeborne furste unser lieber

berg. bruder herczog Ludwig pfalczgrave bij Ryne-

seliger gedechtnisse bij sinem leben fur sich und
sine erben verschriben gelobt und gesworn hat, die
schule und das studium zu Heidelberg ewiglich bij
allen fryheiten und gnaden und auch den gutern,
die ine unser altfordern vettern anherren und vatter
seliger gedechtnisse geben getan vermacht und ver-
brieft han, getrulich zu behalten zu hanthaben
zu schuren zu verantworten zu schirmen und nit
zu uberfaren, noch iren amptluten oder den iren,
noch nyemant anders so ferre sie mogen die zu
uberfaren gestatten in dhein wise ane alle ge-
verde, als dann der brieff daruber sagende das
eigentlichen innheldet: und nu der obgnant unser
lieber bruder von todes wegen abegangen ist, dem
got der allmechtige gnedig und barmherczig sin
wolle, und den obgnanten unsern lieben vettern
herczog Philips sinen sone gelassen hat, des fur-
munder wir sin, herumb so gereden geloben und
versprechen wir in rechter warheit, das wir als
ein furmunder von des obgnanten unsers vettern
wegen die zijte der furmunderschaft, solange die
weren und besteen sal, der vorgnant schule und
studium zuHeidelberg alles das halten und vollen-
furen wollen, was ine dann derselbe unser vetter
Philips zu halten und zu tun schuldig und pflichtig
ist.“ d. sabbato post festum Epiphanie. — 0. und
A. in H. (2)

1450 Tag zu Heidelberg wegen des Krieges zwischen
ll.Jan. demMarkgraf Albrecht von Brandenburg und der
Stadt Nürnberg, angesetzt von Herzog Ludwig von
Bayern; sodann wegen des Krieges zwischen dem
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