Deutsches Archäologisches Institut [Editor]; Archäologisches Institut des Deutschen Reiches [Editor]
Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts: JdI — 25.1910

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A. Conze, Eine griechische Stadt.




wir auf Tafel I und 2 mitteilen, und die nun erlauben mit Benutzung aller früheren
Angaben ein deutliches Bild zu geben.
Die Ruinenhöhen ziehen sich in einer leichten Kurve am linken Ufer des
Kodscha-Tschal hin. Die einst befestigten Felskuppen zerfallen in zwei, etwa eine
halbe Stunde Weges vonein-
ander entfernte Gruppen. Die
östliche, unter der im Norden
gegen den Fluß hin das kleine
Dorf Ak - Tschikur und süd-
wärts Usun - Hassanly liegt,
nennen die Anwohner die Bu-
juk-Tschanita, die große Tscha-
nita, die andere weiter nach
Westen gelegene die Kutschuk-
Tschanita, die kleine Tschanita.
Die erstere, die große, teilt sich
wieder in zwei schroffe Haupt-
felskuppen, deren westliche bis
zu 356 m Meereshöhe in steilem
Anstiege sich erhebt.
Auf der Ostkuppe der Bujuk-Tschanita sind hellenische Festungsmauern, 1,60 m
dick aus Bruchsteinen ohne Mörtel, erhalten, wie sie Schäzmanns Plan auf Tafel 2,1 zeigt.
Diese etwa _ _ _

von Norden ge- Abb. 2
sehen (Abb. i).
Diest hält sie für eine Festungsmauer, während sie ihrer Konstruktion nach und,
da auf der gegenüberliegenden Südseite des Sattels auch jede Spur einer dann dort
doch vorauszusetzenden Mauer fehlt, nur eine Terrainstützmauer sein wird.

300 m hohe Ost-
kuppe ist von der
so viel höheren
Westkuppe durch
einen zu 280 m sich
erhebenden Sattel
getrennt, nur auf
dessen Nordseite
eine aus Bruch-
steinen lose ge-
schichtete Mauer
verläuft, 2 auf dem
Plane Taf. 2, 3 und
beistehend die An-
sicht eines Stückes
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