Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

Seite: 660
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von Ruda — Rudolf.

geschenkt, das diese Stücke an die Abtei St. Blasien verkauft 1273. H. de Ruch wanden 1289. Heinrich
von Ruchinswande, Zeuge zu Laufenburg 1297. 23. 1.

Ruck von Tanneck (auch Rugg von Tanneck), St. Gallener Dienstmannen, deren namengebender
Sitz T. an der Quelle der Burg in der Schweiz gelegen ist und deren Geschlecht erst im 18. Jahr-
hundert erloschen ist. Nach 0. von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch, «soll» 1412
die Burg Tanneck (B.-A. Bonndorf) den Ruck gehört haben. Es kommen auf oberbadischem Gebiete
vor: Heinrich und Ulrich R. von Tanneck haben Lehen des Klosters Reichenau in Horbenwyl inne
um 1460. Ulrich R. von Tanneck auf Seite des Markgrafen Karl von Baden in der Schlacht bei
Seckenheim 1462. 30. 6. Hans Kaspar R. von T. zu Buchholf ist der Schwiegervater des Josua Studer
von Sulzberg 1610. 13. 12. Kaspar R. von Tanneck, Vogt zu Blatten, kauft das Schloß der Möttelin
1623. Ohne Jahresangabe: Kaspar R. von Tanneck heiratet Paula im Steinhaus. Kaspar R. von Tann-
eck heiratet Walpurgis von Schwarzach, Tochter Georgs und der Anna von Dettikofen. Christoph
Wilhelm von Schwarzach heiratet Maria R. von Tanneck.

Es gehören wohl einem bürgerlichen Geschlechte an: Ulrich R. zu Konstanz 1499. Anna R.
1518 verkauft die Herrschaft Grießenberg an Heinrich von Ulm 1528, heiratet vor 1518 Balthasar
Engeli von Konstanz tot 1528.

W. Drei silberne Becher im goldgerandeten schwarzen Schilde, auf dem Helme schwarzer Flug
auf goldenem Kissen (Grünenbergs Wappenbuch). Das Wappen ging nach dem Erlöschen der R. von
Tanneck an das später gegrafte, jetzt erloschene Geschlecht der Grafen von Aham über (Gritzner,
Standeserhebungen, S. 52). Nach 0. von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch S. 802,
soll das Wappen unrichtig sein. Schrägrechts gespaltener Schild, unten blau, oben golden, auf dem
Helme ebenso fingierter Flug; Hd. blaugolden (Siebmacher I, 118, N. 1).

von Rnda. Der Stammsitz der Edelknechte von R. ist Rued, Bez. Kulm, Kanton Aargau.
Eglolf von R., Zeuge einer Urkunde zu Rheinfelden 1261.8.5., Ritter, ist Zeuge 1269, Zeuge einer
Urkunde des Kloster Murbach 1271.13.8. H.(einrich) de Rüde, «filiaster mei patruelis» von Johannes
von Ifental, Ritter, genannt, als er mit seiner Gattin Itta (von Ifental, tot 1318) Güter in Arisdorf an
das Kloster Olsberg verkauft 1269. Hartmann von R., Ritter, der 1278.4. 5. Zeuge einer Urkunde zu
Tegernau ist. Hartmann von R., Ritter, Österreichischer Pfleger und Landvogt im Aargau 1304.30.8.
bis 1336. 16.5., ist Vogt zu Rotenburg 1328.25. 12.; seine Gattin Elienta von Reinach 1367. 18. 11.
Georg von R., Zeuge zu Rheinfelden 1261.8.5. R.(udolf?) von Rüde 1248—1269. Marquard von R.
1345. 7. 9.-—1369. 14. 2., Ritter, Österreichischer Rat; seine Gattinnen: 1) Margaretha von Reinach
f 1360.14.8.; II) Margarethe von Landenberg, tot 1404.13.1. —■ (Siehe über dieses Geschlecht:
W. Merz-Diebold, Die mittelalterlichen Burganlagen und Wehrbauten.)

W. In Blau ein silbernes Ruder, auf dem Helme ein silbernes Hörn mit blauem, mit Pfauen-
spiegeln bestecktem Kamme (W. Merz-Diebold 1. c). Variante des Helmschmuckes: Schwanenhals
mit Kamm und Pfauenspiegeln (Stumpf).

von Rüdberg. Rüdberg, ein Schloß im Thurtale, war der namengebende Sitz des Geschlechtes.
Gotschalc minister de Rudeberc 1276. Verene von R. lebt zu Konstanz und ist des Bartholomäus

Keller, Bürgers zu Konstanz, Mutter 1363.

von Rüdersbach s. unter Rittersbach, S. 545.

Rudolf. Geschlecht der Städte Überlingen und Konstanz, das

später Hersberg bei Immenstaad besaß. Hans R. von Allensbach ist

1359 tot; seine Söhne sind: A) Ulin kauft

Lehen mit seinem Bruder in Allensbach

1359, empfängt mit seinem Bruder vom

Abte zu Reichenau anstatt des Meieramtes

in Kaltbrunn gewisse Zehnten 1364. 24. 7.

B) Frick 1359, 1364.24.7. genannt von

Allensbach, heiratet Agnes Knüttel von

Konstanz, Tochter Heinrichs; der Sohn

des letztgenannten Ehepaares ist Herr

Gräger (wohl Gregor) R., der seine Chor-
herrnpfründe zu St. Pelagin in Reichenau

aufgibt 1395. Ulrich R., Bürger zu Über-
lingen und Pfleger des Spitaies 1380 und

1387 im Rate der Stadt Überlingen 1384.

HeinrichR., Zunftmeisterund Spitalpfleger

zu Überlingen 1395, des Rats zu Überlingen

Rudolf.

Rudolf.

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