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Berlin, den 1. Januar 1855.



Wochculalciidcrfmgcii.

Montag, den I. Januar.
Sind wir da«, oder sind wir die«?
Sind wir sauer oder süß?
Dienstag, den 2. Januar.
Sind wir hart, oder sind wir weich?
Sind wir arin, oder sind wir reich?
Mittwoch, den 3. Januar.
Sind wir grün, schwär; oder weiß?
Sind wir kalt, oder stnd wir heiß?


WocheiMtiidcrfrageii.

Donnerstag, de» 4. Januar.
Sind wir sroiiii», oder sind wir brav?
Wer ist Wolf und wer ist Schas?
Freitag, den 5. Januar.
Sind wir traurig oder froh?
Sind wir so, oder sind wir so?
Sonnabend, den 6. Januar.
Sehen wir weit, oder sind wir blind? —
Wüßten wir doch — woran wir sind!
Kladderadatsch.

Hnmoiil1isch-Iti1l)iische8 wochmlMI.

Diese« Blatt erscheint täglich, mit SluSnabme der Wochentage. — Man abonnirt mit 2l Sgr. oicrtcljLbrlich für 15 Nummern bei allen Buch-
handlungen sowie bei den Postanstalten de« In- und Auslandes. Jede einzelne Nummer kostet 1'^ Sgr. Die Redaction.


ist der Tag bis zu welchem, laut Artikel V. des zwischen uns und unseren beiden Berblindeten, dem
Verleger und vem Drucker, vereinbarten Alliance Beitrages, dir, geehrter Leser, die Entscheidung noch
offen steht, ob du durch unzweideutige und rückhaltslose Annahme der von uns gestellten Bedin-
gungen die Herstellung eines sicheren und dauernden Friedens zwischen dir und uns ermöglichen oder uns
in die unerwünschte Nothwcndigkeit versetzen willst, uns mit unseren Verbündeten auf die energischste Weise
und ohne Säumen über die rechten Mittel zur Erzielung des Gegenstandes, der den Zweck
unserer Alliance bildet — berat Ken zu müssen!

ist der letzte Termin an welchem du zu wählen hast, ob wir den Krieg oder den Frieden aus dem
weiten Acrmcl unserer Toga schütteln sollen. Wählst du den Frieden — gut! Du sollst ihn haben, und
wir werden dich in Frieden lassen. Wählst du den Krieg — auch gut! Wir werden ihn zu führen
wissen. Wir brauchen weder Subsidien noch Fremdenlegionen. Unsere Mittel erlauben uns, den
Kampf mit eigenen Kräften aufzunehmen, und unsere Kraft ist stark genug ihn dnrchzuführen. Unsere
Streitmacht ist stets mobil. Unsere Bergschvtten haben schon die Hosen anfgekrämpt, und unsere
Zuaven werben den Jammer der Katzen bis in deine tiefsten Mäuselöcher zu tragen wissen. Unsere
Flvtten-J ungen werden den Hafen deiner Ruhe blokiren, und das Blei ist bereits gegossen, mit
welchem das grobe Geschütz unserer vollen Lagen und die Mi ni<! - Büchsen unserer Scharfschützen
dich treffen werden! Kurz — kommst du, lieber Leser, nicht willig, so brauchen wir Gewalt; und das Ende
wird sein, daß wir dich zur Annahme unserer Bedingungen zwingen werden!
wer weisz,->^T^O
ob du dann so billig wie jetzt davon kommen wirst? Denn noch bestehen die vier Punkte unserer
Forderungen nur in einer Kriegskostenenlschädigung von
einnndzwanzig Lilbergrofcken!
 
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