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Küch, Friedrich [Bearb.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 2) — Marburg, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.41407#0112
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92

Städtische Hauptrechnungen

1458

Jan. 19

(Jan. 24h

Febr. 6

Febr. 12

Febr. 15

Febr. 16

Febr. 26

Wetter gehabt hait in Sachen der irrunge zusschen dem rade und
gemeynde daselbs, und so sie widderkommen sin, gehabt in Sifrids
huse zum Paradiße daz iß tud 13 s.
Uff sent Sebestiani abint, als der rath gemeynlich uff dem
huse gewest, dazu dann her Herman Ritesei und der lantfoit auch
kommen und mit dem rade ubersprochen han, wie man dorch czunffte,
hantwergke und alle gemeynde zu Marpurg mit kerczen und pro-
cessien vor die porten zu Marpurg ußgehin solle, der liehe unsers
alden hern zu begegen, deßmals auch bevolen, die burgerschen zu
Marpurg zusamen verbotden laßen, die sich auch in Sifrids huse
zeum Paradiße versament han, gehabt uff dem rathuse und auch
in Sifrids huße an wyn und bier, daz iß tud 6 s.
Als man meister Jorgen Kleynsmedt zu der stad wergkmann
uffgenommen hait, gehabt 1 maßs wyns zu 12 hellem und 1 maßs
biers, tud 1 s. 2 d.
Als unser aide her, dem god gnade, hir zu der grafft bracht
ist, darüber dann die knechte vaste lauffens gehabt und mit den
burgemeistern gessen haben, gehabt 5 s.
Uff montag vor Loczelfaßnacht, als von unser gnedigen hern
wegin der burgemeister, meister Heinrich, Ludewig im Hobe und
dazu zewene uß der gemeynde gein Wetter gereden sin, daselbs
die gebrechen zusschen dem rade und gemeynde gesaest und ver-
tragen han, verczeret mit den knechten ... 13 s.
Uff sontag vor Fasnacht, als unser gnedigen hern rede in
Groppen von Byrgeln huse gewest, darin den ganczen rad zu sich
geheischt und ine verkündiget han die huldunge, so unser gnedigen
hern haben wolten, deßmals unser gnedigen hern reden zu eren
1 firtel wyns gegulden zu 12 hellem, tud 4 s.
Uff den Esschedag, als zunffte und gemeynde uff daz huß ver-
both sin und der rath ine geuffint hait die verkondigunge der
huldunge, gehabt 1 firtel biers, tud 8 s.
Uff donerstag nach dem Esschedage, als meister Heinrich, der
burgemeister, Ludewig im Hobe von bevele des radis sich uff die
bürg han gefuget, belernunge zu haben umbe die huldunge und auch
rad zu suchen als von der schult und auch burgeschafft wegin, so
die von Marpurg sich vor unsern gnedigen hern verschreben han,
dazu auch ander me unser gnedigen hern rede kommen, den zu
eren laßen holen an wyne, rosyn und mandeln, daz iß tud 9J/2 s. 4 d.
Als man unsern hern seligen den alden begangen hait, darüber
dann schriber und knechte vaste lauffens gehabt und mit den burge-
meistern gessen han, gehabt 5 s.
Uff sontag Reminiscere, als der burgemeister und Ludewig
Im Hobe von bevele des radis uff die bürg gegangen zum lantfoide,
werbunge zu thun als von Hasenporten hebefurers wegin, deßmals
zu Haynsteyn gefangen, auch mit canczeler und schribern zu ridden
als von der confirmacien und schadeloßbriffe wegin, die deßmals
nicht uff der bürg gefunden haben, ist desmals dem lantfoide und
andern unsers gnedigen hern reden zu eren und im besten zewey

1) Amtsrechnung von Borken.
 
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