Migge, Leberecht
Die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts — Jena, 1913

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wie. sie durch Religion und Gesellschaft in uns Menschen fest eingewur-
zelt sind. Wir sind voll von Pietät. Ein monumentaler Ausdruck aber
kann nur mittels der einfachen geschlossenen Klarheit seines sittlichen
Untergrundes entstehen. Und: solange wir uns selbst noch nicht dar-
über einig sind, ob es für unsere Seligkeit zutulicher ist, das Zeitige in
Flammen au/gehen oder langsam vermodern zu. lassen, so lange wird auch
wohl die große Form unseres Friedhofes noch auf sich warten lassen.

Aber auch wenn wir den heutigen Friedhof noch als reine Begräbnis-
stätte auffassen sollten, könnte manches besser sein.

Die eigentliche Friedhofsplanung und Verwaltung ist von jeher den
Gärtnern überantwortet gewesen. Aber daß auf diesem Gebiet auch
unter den Berufenen noch ziemlich Unklarheit herrscht, beweist die an

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