Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 42
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Lustather marca (Gemarkung Lustadt; N-, O.-; sw. Speyer), an dem Orte, welcher
Heinbach (Wüstung Hambach n. Lustadt). Die Schenkung ist damit in Rechtskraft er-
wachsen. Geschehen in monasterio \zm(ishamensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2098 (14. Mai 773 — Reg. 876)

Schenkung des Wiserich in der obengenannten Gemarkung unter König Karl

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 14. Mai im 5. Jahr (773) des Königs Karl. Ich, Wiserich, mache
eine Vergabung an die Kirche des Hl. ~N(azarius) in Laureshfßw = Lorsch), welcher der
ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich schenke zwei Morgen Land in pago spirensi
(im Speyergau), in der

Lustater marca (Gemarkung Lustat; N-, O.-; sw. Speyer). Geschlossen und gefertigt.
Geschehen in monasterio \z\xr(ishamensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2099 (17. Juni 776 — Reg. 1286)

Schenkung des Alaaolf im nämlichen Weiler unter Kaiser (richtig: König) Karl

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 17. Juni im 8. Jahr (776) des Königs Karl. Ich, Alaolf, reiche
zu meinem Seelenheile dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Gabe. Der Leib des Heili-
gen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Es ist
mein Wille, daß meine Zuwendung für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige,
daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich schenke in pago spirensi (im Speyergau),
und zwar in der

Lustater marca (Gemarkung Lustadt; N., O.-; sw. Speyer) einen Knecht namens Wolf-
wald, eine Hube und alles, was dazugehört, nämlich Hofreiten, Wiesen, Wälder, Ge-
wässer, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, Bauernhöfe, im besonderen eine und eine halbe
Wiese, einen und einen halben Weinberg, ferner in der

Hohunstater marca (Gemarkung Hochstadt; N.-, O.-; nö. LandaulP. sw. Mannheim)
eine Wiese, endlich in Lustadt meinen Waldanteil und sieben Morgen Land in der glei-
chen Gemarkung. Vertragsfertigung. Geschehen in monasterio \zvLrish(amensi = im Lor-
scher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2100 (781 oder 782 — Reg. 1797)
Schenkung des Rucher in Straßfeld unter Karl dem Großen und Abt Helmerich

Im Namen Gottes will ich, Rucker, für mein Seelenheil Vorsorge treffen. Ich beabsich-
tige daher eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher
Kloster ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Nach meinem Willen soll
die Gabe für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß sie vollkommen frei-
willig geboten wurde. Ich schenke in pago spirensi (im Speyergau), und zwar in

Stratvelt (Straßfeld, abgegangene Ortschaft bei Flemlingen n. LandaulP. sw. Mann-
heim) alles, was ich dort an Hof reiten, Wäldern, Weinbergen und Bauwerken besitze. Dar-
auf erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen in monasterio la.m(ishamensi = Lorscher
Kloster) im 14. Jahr (9. Oktober 781 bis 8. Oktober 782) des Königs Karl.
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