Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 189
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Geschehen in monasterio laurish(amensi = im Lorscher Kloster) am 8. April im 33. Jahr
(statt XXXIII. Jahr = 873 richtig etwa XXIII. Jahr = 863) des Königs Ludwig (des
Deutschen).

URKUNDE 2627 (Jahr 822 — Reg. 3172)
Schenkung der Irminrat unter Abt Adalung und König Ludwig

Im Namen Gottes gedenke ich, Irminrat, der Seelen des Meginher und der Hiltrat. Für
sie nehme ich eine Schenkung an den heiligen Märtyrer N(azarius) vor, dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, das unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Adalung steht. Nach
meinem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß
sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Ich übergebe im oben genannten (Elsenz-)Ga.u,
in

Meckinesheimer marca (in der Gemarkung Meckesheim sö. Heidelberg) einen Bifang
(mit Wall, Zaun oder Hecke umgebenes, als Schafhürde oder Viehpferch verwendetes
Weideland). Am heutigen Tage schenke, übergebe und übertrage ich ihn im Namen Gottes
als Eigentum auf ewig in der Weise, daß er von diesem Tag an jener Stätte als Vermögens-
zuwachs diene. Die Vereinbarung ist damit rechtswirksam geworden.. Geschehen in mona-
sterio launsh( amensi = im Lorscher Kloster) im 9. Jahr (822) des Kaisers Ludwig (des
Frommen).

BREISGAU

(Urkunden Nrn. 2628 — 2711)

URKUNDE 2628 (3. Mai 789 — Reg. 2096)
Schenkung des Berenger in der Acheimer Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 3. Mai im 21. Jahr (789) des Königs Karl, will ich, Berenger,
für unser (vielleicht unter Einschluß seiner Gattin?) Seelenheil eine gute Tat vollbringen.
Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem unter der Lei-
tung des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Lorscher Kloster ruht. Ich schenke alles,
was ich in pago Brisgowe (im Breisgau), in

Acheimer marca (in der Gemarkung Acheim; Wüstung sö. Bruchsal nö. Karlsruhe? —
Wüstung bei Grezhausen w. FreiburglBr.?) an Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Gewässern,
Weingärten, Wohnhäusern und Wirtschaftsbauten besitze, und außerdem einen Knecht
mit Namen Teutuin mit seinem ganzen Eigentum und seiner ganzen Nachkommenschaft.
Der Vertrag wird hiermit gefertigt. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen
in monasterio laur(ishamensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2629 (22. Mai 779 — Reg. 491)
Schenkung des Godebert unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 22. Mai im 2. Jahr (770) des Königs Karl, will ich, Godebert, ein
Almosen spenden. Es sei entrichtet an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im
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