Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 126
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tyrer TSt(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland
als Abt vorsteht. Ich schenke drei Joch Ackerland in pago Enzingowe (im Enzgau), im
Dorf beziehungsweise in der Gemarkung

Illincheim (Illingen sö. Maulbronn ö. Karlsruhe). Der Besitzwechsel ist damit vollzo-
gen. Geschehen in monasterio la.mlsh( amensi = im Lorseber Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2399 (22. September 768 — Reg. 322)
Schenkung des Hildemar im Dorf Rotmarsheim unter König Pippin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 22. September im 16. Jahr (768) des Königs Pippin will ich,
Hildemar, besorgt um mein Seelenheil, eine gute Tat vollbringen. Ich mache daher eine
Vergabung an den heiligen Märtyrer N(azaripis), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht,
das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Gundeland steht. Die Übergabe erfolgt
nach meinem Willen für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien Stücken. Ge-
stützt auf diese vertragliche Übereinkunft schenke ich in pago Enzingowe (im Enzgau),
im Dorf

Rothmarsheim (Lomersheim w. Vaihingen/Enz nw. Stuttgart? — Rutesheim w. Leon-
berg nw. Stuttgart?) eine Hofreite und 40 Tagwerk Ackerland mit Wiesen, Wäldern und
Wasserrechten. Geschehen in monasterio la.unsh(amensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie
obenen.

URKUNDE 2400 (4. August 779 — Reg. 1544)

Schenkung des Hagino in der Höllenbacher Gemarkung unter König Karl

und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 4. August im 11. Jahr (779) des Königs Karl, will ich, Hagino,
dem Heile meiner Seele dienend, ein Almosen spenden. Es sei dargebracht dem heiligen
Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt
Helmerich verwaltet wird. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht
sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich schenke in pago lobe-
dunensi (im Ladengau), in

Hillinbacher marca (in der Gemarkung Höllenbach: Wüstung nördlich Heidelberg-
Handschuhsheim) eine Hube, einen Knecht mit seiner Ehefrau und einen zu der genann-
ten Hube gehörigen Weinberg mit Feldern, Wiesen, Wäldern und Wasservorkommen. In
ähnlicher Weise schenke ich in pago Enzingowe (im Enzgau), in

Turmenzer marca (in der Gemarkung Dürrmenz sö. Maulbronn ö. Karlsruhe) drei
Huben mit Hofreiten, Wiesen, Weg und Steg, Wäldern und Gewässern. Geschlossen und
gefertigt. Geschehen in monasterio \&m\s\).( amensi = im Lorscher Kloster) zur oben festge-
legten Zeit.

NECKARGAU

(Urkunden Nrn. 2401 bis 2469)

URKUNDE 2401 (12. Juni 790 — Reg. 2211)
Schenkung des Sigefrid im Dorf Gundelsheim unter König Karl und Richbodo

In Christi Namen, am 12. Juni im 22. Jahr (790) des Königs Karl. Wir, Sigefrid und
meine Gattin Wanhilt, nehmen eine Schenkung an den heiligen Märtyrer Nfazarius) vor,
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