Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 63
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den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehr-
würdigen Abt Gundeland betreut wird. Ich schenke ein Haus und zwei Leibeigene in pago
spirensi (im Speyergau), in

Lütmarsheim (Laumersheim ö. Grünstadt/W.). Urkund dessen nachfolgende Fertigung.
Geschehen in monasterio laur(ishamensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2171 (30. März 766 — Reg. 34)

Schenkung des Hautbald in der Wachenheimer Gemarkung unter König Pipin

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 30. März im 14. Jahr (766) des Königs Pippin, übereignen wir,
Hautbald und Aba, meine Frau, ein Geschenk an den heiligen Märtyrer ~N(azarius). Sein
Leib ruht im Lorscher Kloster, das unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Gundeland
steht. Es ist unser Wille, daß unsere Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und wir be-
stätigen, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Wir schenken in pago spirensi (im
Speyergau), in der

Wackenheimer marca (Gemarkung Wachenheim s. Bad Dürkheim/W.) einen Weinberg.
Vertraglich abgeschlossen. Geschehen in monasterio \a.uv(ishamensi — im Lorscher Klo-
ster). Zelt wie oben.

KRAICHGAU
(Urkunden Nrn. 2172—2328)

URKUNDE 2172 (6. Juni 856? — Reg. 3393)
Schenkung der Godelind im Kraichgau in Menzingen unter Abt Samuel

und Kaiser Ludwig

Im Namen Gottes mache ich, Godelind, zum Seelenheile von Reginbert und Helmbald
eine Schenkung. Ich wende sie dem heiligen Märtyrer ISl(azarius) zu, dessen Leib im Lor-
scher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Bischof Samuel als Abt vorsteht. Der Schenk-
gegenstand soll, wie ich wünsche, auf ewige Zeiten hingegeben sein. Ich bestätige ausdrück-
lich, daß die Übergabe durchaus freiwillig erfolgt. Ich übertrage in pago Creickowe (im
Kraichgau), und zwar im Dorf

Menzinga (Menzingen ö. Bruchsal nö. Karlsruhe) eine Hube mit ihrem gesamten Zu-
behör an Äckern, Wohn- und Wirtschaftsbauten, an Feldern und Wäldern. Die Schenkung
ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen in monasterio la.unsh(amensi = im Lorscher
Kloster) am 6. Juni im 16. Jahre (856) des Kaisers (richtig: Königs) Ludwig (des Deut-
schen).

URKUNDE 2173 (21. April 781? — Reg. 1873)
Schenkung des Edelwin im gleichen Dorf unter Kaiser Karl dem Großen

und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 21. April im 16. Jahre (784; vielleicht richtig: 13. Jahr = 781)
Karls, des großen Kaisers, will ich, der Priester Edelwin, zum Heile meiner Seele ein gutes
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