Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 188
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Stätte Nutzen bringe und ihre Einkünfte mehre. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft
erwachsen. Geschehen in monasterio \a.urlsh( amensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2624 (11. August 773 — Reg. 946)
Schenkung von Lütfrit und Lütbrant unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 11. August im 5. Jahr (773) des Königs Karl. Wir, Lütfrit und
Lütbrant, entrichten eine fromme Spende an den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib
im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Gundeland die Abtwürde innehat. Die
Schenkung soll nach meinem "Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie wir be-
urkunden, ganz freiwillig vorgenommen worden. Wir schenken alles, was wir im oben
genannten (Elsenz-)Gau, im Dorf

Ersheim (gegenüber Hirschhorn am Neckar) an Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Gewäs-
sern, Wohnhäusern, Wirtschaftsbauten, Äckern und Weingütern besitzen. Wir schenken,
übergeben und übertragen dies alles unter dem gegenwärtigen Tag im Namen Gottes als
Eigenbesitz für ewige Zeiten. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio laurish
(amensi = im Lorscher Kloster). Zelt wie oben.

URKUNDE 2625 (7. Juni 792 — Reg. 2376)
Schenkung des Reginbert unter Abt Richbodo und König Karl

Ich, Reginbert, bringe im Namen Gottes zu meinem und meiner Frau Babana Seelenheil
eine Opfergabe dar. Sie sei dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) zugeeignet, dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Richbodo die Abtwürde innehat. Die Über-
gabe erfolgt nach meinem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien
Stücken. Ich schenke im oben genannten (Elsenz-)Gau, in

Bercheimer marca (in der Gemarkung Heidelberg-Bergheim) zwölf Joch Ackerland.
Ich schenke, übergebe und übertrage diese Liegenschaften mit Rechtswirkung vom heutigen
Tag an. Im Namen Gottes sollen sie immerwährende Eigengüter bleiben. Vertragsfertigung.
Geschehen in monasterio la.unsh(amensi = im Lorscher Kloster) am 7. Juni im 24. Jahr
(792) des Königs Karl.

URKUNDE 2626 (8. April um 860 — Reg.. 3463)
Schenkung des Ernest unter Abt Egilbert und König Ludwig

In Gottes Namen will ich, Ernest, für das Heil meiner Seele sorgen. Ich überlasse daher
dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Egilbert
(856—864) betreuten Lorscher Kloster ruht, Güter. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für
ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde.
Ich schenke im oben genannten (Elsenz-)Gzu, in

Weibestater marca (in der Gemarkung Waibstadt nö. Sinsheim sö. Heidelberg) und in
Helmunstat (Helmstadt nö. Sinsheim) alles, was ich dortselbst an Eigentum habe, näm-
lich Äcker, Wohn- und Wirtschaftsbauten, Hofreiten, Wiesen, Wälder, Wasserrechte und
vier Leibeigene. All dies schenke, übergebe und übertrage ich vom gegenwärtigen Tag an
im Namen Gottes auf ewig zu eigen. In diesem Sinne erfolgte feierliches Handgelöbnis.
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