Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Page: 235
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1970bd4/0241
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
235

URKUNDE 2802 (4. Oktober 778 — Reg. 1460)
Verkauf des Rupert unter Abt Gundeland und König Karl

Ich, Rupert, habe im Namen Gottes dem ehrwürdigen Gundeland, Abt des Lorscher
Klosters, in dem der Leib des heiligen Märtyrers ~N(azarius) ruht, Güter verkauft. Zum
Verkauf gelangte alles, was ich in der oben genannten Gemarkung (Buchen) an Hof reiten,
Wiesen, Wäldern und Gewässern besessen habe. Als Gegenwert erhielt ich von ihm sieben
Unzen. Daraufhin habe ich die genannten Liegenschaften als ewiges Eigentum übergeben.
Damit ist der Verkauf getätigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 4. Oktober im 10. Jahr
(778) des Königs Karl.

URKUNDE 2803 (22. Juli 781 — Reg. 1626)
Schenkung des Guntram unter König Karl und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 22. Juli im 13. Jahr (781) des Königs Karl, mache ich, Guntram,
eine Vergabung an den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht,
dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Ich schenke alles, was ich im GauWingart-
weiba (Wingartau), in

Dalaheimer marca (Dallau nö. Mosbach/Nordbaden) an Hof reiten, Wiesen, Wäldern
und Gewässern bisher besessen habe. Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster zur
oben festgelegten Zeit.

URKUNDE 2804 (25. September 860 — Reg. 3445)
Tausch zwischen Abt Egilbert und Liobgoz unter Kaiser Ludwig

In Christi Namen ist zwischen dem ehrwürdigen Egilbert, Abt (856—864) des Klosters
vom Hl. ~N(azarius), und einem Grundherrn namens Liobgoz die Vereinbarung getroffen
worden, Güter unter sich auszutauschen. So gab nun der vorgenannte Abt dem erwähnten
Herrn im Dorf

Hartheim (Wüstung bei Lohrbach n. Mosbach) eine Wiese. Dagegen gab der besagte
Herr in der oben genannten

Dalaheimer marca (Gemarkung Dallau nö. Mosbach) vier Morgen Land und eine
Wiese. Urkund dessen nachstehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 25. Sep-
tember im 20. Jahr (860) des Kaisers (richtig: Königs) Ludwig (des Deutschen, 840—876).

URKUNDE 2805 (31. Mai 805 — Reg. 2925)
Schenkung des Thegenher unter Abt Adalung und König Karl

Ich, Thegenher, beabsichtige im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil eine Zuwen-
dung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dem der
ehrwürdige Adalung als Abt vorsteht. Ich übergebe und übertrage in der oben genannten
Gemarkung (Dallau) einen Knecht in das Eigentumsrecht und unter die Herrschaft des
Hl. ~N(azarius). Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 31. Mai im
37. Jahr (805) des Königs Karl.
loading ...