Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 237
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Abtes Richbodo steht. Ich schenke in der oben genannten Gemarkung (Dallau) fünf Huben,
einen Hof samt den darauf stehenden Gebäuden, einen Weingarten und überhaupt alles,
was ich dortselbst an Hofreiten, Wiesen, Wäldern und Gewässern bisher besessen habe,
und außerdem noch 15 Leibeigene. Das Abkommen ist damit in Kraft getreten. Geschehen
im Lorscher Kloster in der Zeit, wie sie oben näher bestimmt wurde.

URKUNDE 2811 (14. Februar 793 — Reg. 2418)
Schenkung des Grafen Ruodi unter Abt Richbodo und König Karl

Im Namen Gottes will ich, Graf Ruodi, mich um das Heil meiner Seele kümmern. Ich
mache daher eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher
Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke in der oben
genannten Gemarkung (Dallau) einen Bifang (Pferch, Weideland, umhegtes Brachland).
Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und erkläre, daß sie auf meinem voll-
kommen freien Willen beruht. Das Eigentum möge für alle Zeiten unangefochten bleiben.
Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 14. Februar
im 25. Jahr (793) des Königs Karl. (Glöckner denkt an einen Stifter aus dem Hause der
Rupertiner — Siehe Band I, Seite 37.)

URKUNDE 2812 (11. November 787? — Reg. 2864)
Schenkung des Snelhart unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 11. November im 15. Jahr (782; statt XV. Jahr vielleicht richtig:
XX. Jahr = 787) des Königs Karl. Wir, Snelhart, Geroch und seine Schwester Eulalia,
entrichten eine fromme Spende. Wir weisen sie dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) zu, des-
sen Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Richbodo
(784—804) steht. Wir schenken in der oben genannten Gemarkung (Dallau) eine Hof reite
und alles, was zu derselben an (weiteren, kleineren) Hofreiten, Wiesen, Wäldern und Was-
serrechten gehört. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen im Lor-
scher Kloster. Zeit, wie oben festgesetzt.

URKUNDE 2813 (3. Juni 798 — Reg. 2626)
Schenkung des Bernolt unter Abt Richbodo und Kaiser Karl

Im Namen Gottes will ich, Bernolt, mein Seelenheil fördern. Ich bringe daher eine
Opfergabe dar und bestimme sie für den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo verwaltet wird. Ich setze fest,
daß meine Spende für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und bekräftige den gänzlich freien
Willen, aus dem heraus ich sie gegeben habe. Ich schenke in der oben genannten Gemarkung
(Dallau) eine Hofreite, 15 Joch Ackerland und eine Wiese. Geschlossen und gefertigt. Ge-
schehen im Lorscher Kloster am 3. Juni im 30. Jahr (798) des Kaisers (Königs) Karl.

URKUNDE 2814 (773 oder 774 — Reg. 1108)
Schenkung des Eberwin unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, im 6. Jahr (9. Oktober 773 bis 8. Oktober 774) des Königs Karl.
Zum Heile meiner Seele überlasse ich, Eberwin, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen
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