Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Page: 262
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Sulmana (Neckarsulm an der Mündung der Sülm in den Neckar n. Heilbronn) vier
Joch Ackerland. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 2906 (21. Januar 782 — Reg. 1654)
Schenkung des Egilbert im gleichen Dorf unter Abt Helmerich und König Karl

In Gottes Namen will ich, Egilbert, für das Seelenheil meines Sohnes Adelhart sorgen.
Daher mache ich eine Vergabung für den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem
im Oberrheingau gelegenen Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt
vorsteht. Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist,
wie ich beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden. Ich schenke im Sulmanachgowe
(Sulmgau), und zwar im Dorf

Sulmana (Neckarsulm n. Heilbronn/Nk.) sieben Joch Ackerland. Es soll in der "Weise
Eigengut auf ewige Zeiten bleiben, daß es von diesem Tag an jener Stätte beziehungsweise
ihren Aufsehern jederzeit zu wirtschaftlichen Erfolgen verhelfen soll. Vertragsfertigung.
Geschehen im Lorscher Kloster am 21. Januar im 14. Regierungsjahr (782) des Königs
Karl.

URKUNDE 2907 (1. November 774 — Reg. 1117)
Schenkung des Bernhart im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 1. November im 7. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Bernhart,
entrichte zum Seelenheil meines Bruders Adelhart eine Spende für den heiligen Märtyrer
N(azarius). Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrheingau gelegenen Lorscher Klo-
ster, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Gundeland ist. Die Übergabe erfolgt nach mei-
nem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien Stücken. Ich schenke
im Sulmanachgowe (im Sulmgau), im Dorf

Sulmana (Neckarsulm n. Heilbronn) zehn Joch Ackerland. Es soll in dem Sinne ewiges
Eigengut bleiben, daß es von diesem Tag an und später jener Stätte beziehungsweise ihren
Vorgesetzten jederzeit stets steigende Erträge abwerfen soll. Darauf erfolgte feierliches
Handgelöbnis. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 2908 (18. Januar 782 — Reg. 1647)
Schenkung der Hansuint im nämlichen Dorf unter Abt Helmerich und König Karl

Im Namen Gottes bringe ich, Hansuint, für das Seelenheil des Dudo dem heiligen
Märtyrer ~N(azarius) eine Opfergabe dar. Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrhein-
gau gelegenen Lorscher Kloster, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Helmerich
steht. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige,
daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich schenke vier Joch Ackerland im Sulmanach-
gowe (Sulmgau), im Dorf

Sulmana (Neckarsulm n. Heilbronn). Vom gegenwärtigen Tag an schenke, übergebe
und übertrage ich dieses Land im Namen Gottes als Eigentum auf ewig. Die Vereinba-
rung ist damit rechtswirksam geworden. Geschehen im Lorscher Kloster am 18. Januar im
14. Jahr (782) des Königs Karl.
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