Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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Wanendorph (wie Urk. 3041) hundert Morgen Land. Mit heutigem Tage schenke,
übergebe und übertrage ich dieses Land aus meinem gesetzlichen Rechtsstand in das Eigen-
tumsrecht und unter die Herrschaft des Hl. N(azarius), damit er es auf ewig besitze. Ver-
tragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster am 4. Juli im 13. Jahr (781) des Königs
Karl.

URKUNDE 3057 (29. Dezember 782 — Reg. 1815)
(Vgl. Urk. Nr. 3704a)

In Christi Namen, am 29. Dezember im 15. Jahr (782) des Königs Karl. Ich, Albolt,
mache zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem vom
ehrwürdigen Abt Helmerich geleiteten Lorscher Kloster ruht, eine Vergabung. Sie soll
nach meinem Willen für ewige Zeiten dargereicht sein, und ich bestätige, daß sie durch-
aus freiwillig geboten wurde. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahngau), im Dorf

Wanendorph (wie Urk. 3041) hundert Joch Ackerland, weitere hundert Joch Brach-
land, zwei Leibeigene und eine Mühle. Damit in Zukunft alles als ewiges Besitztum sicher-
gestellt sei, erfolgt hiermit vertragliche Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster zur Zeit,
wie sie oben bestimmt wurde.

URKUNDE 3058 (13. März 778 — Reg. 1375)

Schenkung der Theutbirg im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3696a)

In Christi Namen, am 13. März im 10. Jahr (778) des Königs Karl. Ich, Theutbirg,
lasse dem heiligen Märtyrer N(azarius) zu meinem Seelenheil eine Spende zukommen.
Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt
vorsteht. Nach meinem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und
ich versichere, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Ich schenke im Gau Logenehe
(Lahngau), im Dorf

Wanendorph (wie Urk. 3041) eine Basilika, welche ebendort in dem
Nivora (Nauborn s. Wetzlar) genannten Ortsteil errichtet ist, und alles, was an Hof-
reiten, Feldern, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Pflanzland und Brachland zur Basilika
gehört, außerdem noch dreißig Leibeigene und fünf Huben. In gleicher Weise übergebe
ich im Dorf

Breitenbach (nw. Wetzlar) am Flusse Lemphia (Lemp) und in

Haigrahe (Haiger w. Dillenburg/Dill nw. Wetzlar/Lahn) alles, was ich bisher an Hof-
reiten, Feldern, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohn- und Wirtschaftsbauten, an Pflanz-
land und Brachland besessen habe. Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen im
Lorscher Kloster. Tag und Zeit, wie oben erwähnt.

URKUNDE 3059 (23. Mai 790 — Reg. 2185)
Schenkung der Berthilt im nämlichen Dorf unter Abt Richbod und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3714a)
Ich, Berthilt, mache im Namen Gottes eine Schenkung zugunsten des heiligen Märty-
rers 'N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo
verwaltet wird. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und erkläre, daß sie auf
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