Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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fest, daß ausschließlich mein freier Wille dafür bestimmend war. Ich schenke im Gau
Logenehe (Lahngau), im Dorf

Wanendorph (wie Urk. 3041) zwei Hofreiten und alles, was an Feldern, Wiesen,
Wäldern und Wasserrechten dazugehört, außerdem noch zwei Leibeigene. Geschlossen
und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3054 (28. August 790 — Reg. 2237)

Schenkung des Odilher im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3697 und 3711a)

In Christi Namen, am 28. August im 22. Jahr (790) des Königs Karl. Ich, Odilher,
widme zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) ein Geschenk. Der Leib
des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht.
Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrück-
lich, daß sie aus völlig freiem Willensantrieb erfolgt. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahn-
gau), im Dorf

Wanendorph (wie Urk. 3041) zwei Huben, ferner im Gau Wettereiba (Wetterau), im
Dorf

Wizele (Weisel; Hoch-, Nieder-; s. Gießen) eine Hube und zwei Leibeigene. Gemäß
nachfolgender Fertigung soll dies alles Eigentum (des Heiligen) sein. Geschehen im Lor-
scher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3055 (17. September 797 — Reg. 2597)
Schenkung der Rutsuint im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3721c)

Im Namen Christi, am 17. September im 29. Jahr (797) des Königs Karl. Ich, Rut-
suint, mache zu meinem Seelenheil eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius),
dessen Leib in dem unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Lor-
scher Kloster ruht. Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmt
sein und ist, wie ich beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden. Ich gebe im Gau
Logenehe (Lahngau), im Dorf

Wanendorph (wie Urk. 3041) vier Hof reiten, neun Leibeigene und alles, was ich dort-
selbst an Feldern, Wiesen, Wäldern, Wasservorkommen, Wohnhäusern und Wirtschafts-
bauten besitze, auf ewig zu eigen. Die Übergabe ist damit durchgeführt. Geschehen im
Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3056 (4. Juli 781 — Reg. 1621)

Schenkung des Adelolt im gleichen Dorf unter Abt Helmerich und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3701c — Reg. 1641)

Ich, Adelolt, lasse im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer
~N(azarius) eine Schenkung zukommen. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster,
das vom ehrwürdigen Abt Helmerich verwaltet wird. Die Übergabe erfolgt nach meinem
Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien Stücken. Ich schenke im Gau
Logenehe (Lahngau), im Dorf
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