Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 82
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URKUNDE 3087 (5. Januar 787 — Reg. 2569)

Schenkung des Eberhart in Blasbach unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 372ld)

In Christi Namen, am 5. Januar im 19. Jahr (787) des Königs Karl. Ich, Eberhart,
will zu meinem Seelenheil eine gute Tat vollbringen. Sie diene dem heiligen Märtyrer
N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt
vorsteht. Ich will ihm eine Schenkung machen, die nach meinem Wunsch für ewige Zeiten
bestimmt ist, und die, wie ich beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen wird. Ich über-
gebe im Gau Logenehe (Lahngau), im Dorf

Blasbach (n. Wetzlar/'L.) eine Hofreite, eine Kirche, welche ebendort errichtet ist, eine
Hube, alles was zu derselben gehört, vier Leibeigene und eine andere Hofreite, welche
herrschaftlich ist. Das alles soll gemäß nachfolgender Fertigung auf ewig Eigentum (des
Heiligen) bleiben. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit, wie oben festgesetzt.

URKUNDE 3088 (30. Juli 773 — Reg. 940)

Schenkung des Manegolt in der Gemarkung Erda unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nrn. 3177 und 3687e)

In Christi Namen, am 30. Juli im 5. Jahr (773) des Königs Karl. Ich, Manegolt, nehme
zu meinem Seelenheil eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius) vor, dessen
Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt
vorsteht. Die Übergabe erfolgt nach meinem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich
betone, aus freien Stücken. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahngau), in

Erdeher marca (in der Gemarkung Erda n. Wetzlar/L.) drei Joch Ackerland. Am ge-
genwärtigen Tag schenke, übergebe und übertrage ich dies Land aus meinem Besitzrecht
in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. ~N(azarius), damit er es auf ewig besitze. Das
Abkommen ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit wie
oben.

URKUNDE 3089 (28. Mai 788 — Reg. 2030)

Schenkung des Rudolf an der Solms unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3708a)

In Christi Namen, am 28. Mai im 20. Regierungsjahr (788) des Königs Karl. Zu mei-
nem Seelenheil will ich, Rudolf, dem heiligen Märtyrer N(azarius) Besitzungen übergeben.
Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrheingau befindlichen Lorscher Kloster, in dem
der ehrwürdige Richbodo als Abt waltet. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige
Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich
schenke eine Kirche, welche im Gau Logenehe (Lahngau), am Flusse Sulmissa (Solms;
rechter Nebenfluß der Lahn bei Wetzlar) steht, und zwei Leibeigene mit ihrem gesamten
Besitz an Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohn- und Wirtschaftsbauten, Pflanz-
land und Brachland. Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen im Lorscher
Kloster in der Zeit, wie sie oben festgestellt wurde.
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