Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 134
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meiner Schenkung ewigen Bestand und erkläre, daß sie auf meinem vollkommen freien
Willen beruht. Ich übergebe in pago Alemannorum (im Alemannengau), in

Amphinger marca (in der Gemarkung Empfingen) drei Grundbesitz-Anteile mit Län-
dereien und Gebäuden und drei Leibeigene. Die Urkunde wird hiermit gefertigt. Geschehen
im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3263 (21. April 786 — Reg. 1955)

Schenkung des Willibert in der Empfinger Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbod

Im Namen Christi, am 21. April im 18. Jahr (786) des Königs Karl. Ich, Willebert,
lasse dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Schenkung zukommen. Der Leib des Heiligen
ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich bestimme,
daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll und bekräftige den gänzlich
freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Ich übergebe in pago Alemannorum (im
Alemannengau), in

Amphinger marca (in der Gemarkung Empfingen s. Horb a. Neckar) eine Hof reite
mit Haus und Hof und vierzig Joch Ackerland. Urkund dessen untenstehende Fertigung.
Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3264 (28. April 791 — Reg. 2314)

Schenkung des Reginbalt in der Empfinger Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbod

In Christi Namen, am 28. April im 23. Jahr (791) des Königs Karl. Ich, Reginbalt,
übertrage eine Spende an den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im Lorscher Klo-
ster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo betreut wird. Die Zuwendung soll, wie ich
wünsche, immerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier
Wille dafür maßgeblich war. Ich schenke in pago Alemannorum (im Alemannengau), in

Amphinger marca (in der Gemarkung Empfingen), in

Muliheim (Mühlheim nö. Sulz a. Neckar) eine Hofreite mit darauf stehendem Bau-
werk. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3265 (18. August 772 — Reg. 793)
Schenkung des Cletto in der Empfinger Gemarkung unter König Karl

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 18. August im 4. Jahr (772) des Königs Karl. Wir, der Priester
Cletto und Franchin, lassen dem heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib in dem unter
der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Gundeland stehenden Lorscher Kloster ruht, Güter
zukommen. Es ist unser Wunsch, daß unsere Stiftung von ewiger Dauer sei, und wir
erwähnen ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willen erfolgt. Wir schenken in pago
Alemannorum (im Alemannengau), in

Amphinger marca (in der Gemarkung Empfingen s. Horb a. N.) eine Hube, in

Wila (Weiherhof in Mühlheim nö. Sulz a. N.) und in

Taha (Wüstung bei Empfingen) zwei Huben, ferner in
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