Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 184
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meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll und bekräftige den gänzlich freien
Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Ich übergebe in pago Moynachgowe (im Maingau),
in

Walinesheim (Welzheim; Urk. 3438) vierzig Morgen Land und einen Wald. Damit ist
der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3443 (25. Oktober 774 — Reg. 1112)
Schenkung des Theohtger in Welzheim unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 25. Oktober im 7. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Theotger,
weihe dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der
ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht, eine Spende. Die Zuwendung soll, wie ich
wünsche, immerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier
Wille dafür bestimmend war. Ich schenke in pago Moynacgowe (im Maingau), und zwar in

Walinesheim (Welzheim; Urk. 3438) einen Leibeigenen. Geschlossen und gefertigt.
Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3444 (2. April 772 — Reg. 744)

Schenkung des Altwan in Welzheim unter Abt Gundeland und König Karl

Im Namen Gottes bestimme ich, Altuan, eine Spende für den heiligen Märtyrer ~N(aza-
rius), dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Gundeland geleiteten Lorscher Kloster
ruht. Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne aus-
drücklich, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich schenke in pago Moynachgowe (im
Maingau), in

Walinesheim (Welzheim; Urk. 3438), zwölf Joch Ackerland, eine halbe Hofreite und
eine Wiese. Rechtskräftige Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 2. April im
4. Jahr (772) des Königs Karl.

URKUNDE 3445 (2. Februar 796 — Reg. 2538)
Schenkung des Suicker in der Gemarkung Mainflingen unter Karl, unserem Herrn,

und Abt Richbod

In Christi Namen, am 2. Februar im 28. Jahr (796) des Königs Karl, will ich, Suicger,
zum Seelenheil des Suabalach ein gutes Werk verrichten. Ich mache daher eine Vergabung
an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der
ehrwürdige Richbodo als Abt waltet. Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige
Zeiten bestimmt sein und ist, wie ich beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden.
Ich schenke in pago Moynachgowe (im Maingau), in

Manolfinger marca (in der Gemarkung Mainflingen am Main so. Hanau) und in
Walinesheim (Welzheim; G-, K.-; ö. Seligenstadt! M.) eine Hof reite und vierzig Mor-
gen Land. Die Übergabe ist durchgeführt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3446 (23. Juni 775 — Reg. 1195)

Schenkung des Gerhart im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 23. Juni im 7. Jahr (775) des Königs Karl. Ich, Gerhart, über-
lasse dem heiligen Märtyrer Nfazarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der
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