Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Page: 250
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16 Hof reiten Zinsen 16 Schafe, 1 Henne mit 10 Eiern und 4 Pfennig als Barabgabe. Der
Hofbauer pflügt alle Jahre 3 Joch Ackerland und bestellt sie mit von der Herrschaft ge-
liefertem Saatgut. Die Ackerbestellung erfolgt im Monat Juni und dann wieder zum Fest
Mariae Geburt (8. September), die Wintersaat zur St. Remigius-Messe (1. Oktober). Er
front alle Jahre 3 Tage mit eigener Verpflegung. Von den 8 Mühlen müssen 8 Schweine
gemästet werden. Von 2 Huben zinst jede 1 Ochsen. Von den freien Männern und Frauen
wird ein Zins von 2 Talenten und 8 Unzen, abzüglich 4 Pfennig erbracht. — Über

Heimegesbach. In Heimingesbach (Hemsbach s. Heppenheim a. d. Bergstr.) wird von
den freien Männern und Frauen 1 Talent abzüglich 19 Pfennig gezinst. Von 2 Mühlen
werden jährlich 40 Scheffel geliefert.

Huben von Michlenvelt. In Michlenvelt (Michelfeld sw. Sinsheim sö. Heidelberg) sind
6 Hofstätten; deren eine zinst ein volles malz (Malter? — verstümmelte Abbreviatur für
Talent?), die übrigen je ein halbes malz (wie oben). Ferner sind in Michelfeld 3 Huben mit
Weiden bewachsenen Landes und 3 Knechtshuben, deren eine 10 Schilling zinst, die ande-
ren leisten denselben Frondienst, wie er in Eschelbach üblich ist. Von 5 Hofstätten zinsen

3 je ein halbes malz (Talent?), die vierte 10 Pfennig, die fünfte 4 Pfennig.

Huben von Eselbach. In Eschelbach (w. Sinsheim sö. Heidelberg) sind 5 Huben und

4 Morgen mit Weiden bestandenen Landes und 16 Knechtshuben, deren eine 10 Schilling
zinst, die anderen leisten dreimal jährlich je 14 Tage Frondienst und müssen Wein, Ge-
treide und anderes, wie es ihnen befohlen wird, an Nectar (Neckar) und Rhein bringen
oder von dort heranschaffen. Jede einzelne (der Knechtshuben) gibt 1 schlachtreifes
Schwein und 1 malz (Malter? — Talent?), muß im Frühjahr 2 Morgen Land pflügen und
im Sommer diese 2 Morgen zweimal beackern. Dort sind auch 4 Mühlen, deren jede 4
Malter zinst.

URKUNDE 3670
(Ladengau; 11. und 12. Jahrhundert)

Huben von Wezenloch. In Wezenloch (Wiesloch s. Heidelberg) sind 12 Huben, deren
jede 5 Schilling zinst, die Hälfte am Fest des Hl. Martin (11. November) und die andere
Hälfte an Ostern. An einem Tag bat jede (Hube) Gras zu mähen, Getreide zu ernten und
in die Scheune einzubringen. Hofstätten sind dort 54, deren eine an Ostern 1 Schilling
zinst, eine andere 10 Pfennig, die übrigen entrichten am Fest des Hl. Remigius (1. Ok-
tober) 2 Pfund und 5 Schilling. Der Meier hat 2 Mühlen und 10 Morgen Land zu Lehen.
Die eine Mühle zinst 11 Unzen, die andere 26 A4alter (Getreide). Aus dem Ertrag des
Bergwerkes (Silberbergwerk auf der Hessel zwischen Wiesloch und Nußloch) werden am
Fest des Hl. Martin (11. November) W2 Mark gezinst, an Ostern gleichfalls. Willehelm
hat 10 Morgen inne. In Wostenwilre (in Wiesloch aufgegangen) liegen 8 Morgen. — Hu-
ben in

Hansuhesh. In Hentscusheim (Heidelberg-Handschuhsheim) sind 8 Huben, deren jede
wöchentlich 3 Frontage zu leisten hat. Jede zinst 3 Eimer Wein, 3 Metzen Hafer und
1 Schilling. Ferner sind dort 7 Halbhuben, deren jede in der Woche 2 Frontage leistet,
ein Halbstück (Weinfaß) und 10 Pfennig zinst. — Über

Hillenbach. In Hellenbach (Wüstung Höllenbach n. Heidelberg-Handschuhsheim) zinst
1 Hube Pfund in 2 Raten. — Über
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