Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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Urk. (Trad.-Not.) 3696
3696a (Reg. 1375. Vgl. Urk. Nr. 3058). Über Nauborn. Um dieselbe Zeit, unter dem
vorgenannten König K(arl) und dem Abt Gundeland, übergab Theotbirc, die Gott-
geweihte, erfüllt von Liebe zu Gott, dem Hl. ~N(azarius) in Wanendorpher marca (in
der Gemarkung Wanendorf; Wüstung zwischen Solmsbach und Wetzbach sw. Wetzlar),
im Dorf Niweren (Nauborn s. Wetzlar) die Basilika, welche dort errichtet ist. Zur
Übergabe gelangte auch alles Zubehör, nämlich Hofreiten, Gebäude, Felder, Wiesen,
Weiden, Wälder, stehende und fließende Gewässer, gepflegtes und ungepflegtes Ge-
lände. Außerdem fügte sie diesen Gaben fünf Huben und dreißig Leibeigene beiderlei
Geschlechtes bei. Ferner schenkte sie in Breitenbach (nw. Wetzlar) am Flusse Lemphia
(Lemp) alles, was sie dort hatte, nämlich Hof reiten, Häuser, Pflanzland und Brachland,
Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Wasserstellen und Wasserläufe, endlich in
Haigrahe (Haiger w. Dillenburg) alles, was sie dort hatte. Dies alles übergab und
übertrug sie zur Gänze und in unverminderter Gesamtheit in das Besitzrecht des
Hl. Nazarius.

3696b (Reg. 1488. Vgl. Urk. Nr. 3121). Über Walgern. Unter dem erwähnten König und
Abt übergab Eppho in Logenehe (im Lahngau), in Walanger marca (in der Gemarkung
Walgern; N.-,0.-; s. Marburg) und in Widmare marca (in der Gemarkung Wißmar
n. Gießen/L.), in dem Ort, der vormals Uchelheim (Heuchelheim w. Gießen) genannt
wurde, dreißig Morgen bebauten und unbebauten Landes und seinen Waldanteil, der
zwischen den beiden Gemarkungen liegt.

Urk. (Trad.-Not.) 3697

(Reg. 1499. Vgl. Urk. Nr. 2999). Uber Wanendorf. In derselben Zeit übergab Huodilhart
in Wanendorphere marca (in der Gemarkung Wanendorf; Wüstung sw. Wetzlar zwischen
Solmsbach und Wetzbach), im Dorf Banamada (Bonbaden sw. Wetzlar) und in Wetereiba
(in der Wetterau), und zwar in Wizelach (Weisel; Hoch Weisel und Nieder Weisel s. Gie-
ßen) die ganze Erbschaft, welche ihm seine Mutter Angelsuint hinterlassen hatte. Diese
Erbschaft bestand aus Hofreiten, Bauwerken, Feldern, Wiesen, Weiden, Wegen, Wäldern,
bepflanzten und brachliegenden Ländereien und drei Knechten mit ihrem Vieh. Mit einer
anderen Schenkungsurkunde gab er zwei Huben in den gleichen Gemarkungen.

Urk. (Trad.-Not.) 3698

3698a (Reg. 1816. Vgl. Urk. Nr. 3111). Schenkung des Balther in Werdorf. Unter der
glücklichen Regierung des oben genannten 'Königs Karl, da in Lorsch Helmerich die
Abtwürde innehatte, übergab Balther in Logenehe (im Lahngau), im Dorf Werdorph
(Werdorf/Dill nw. Wetzlar) eine Hofreite und alles das, was dazugehört, ferner alles,
was er in Haslare (Asslar nw. Wetzlar/'L.) besaß.

3698b (Reg. 1526. Vgl. Urk. Nr. 3080). Über Göns. Auch Sigeburc gab in demselben
Gau, in Gunnoser marca (in der Gemarkung Göns; Kirch Göns, Lang Göns, Pohl
Göns; s. Gießen/L.) die Hälfte ihres gesamten Eigentums an Feldern, Wiesen, Weiden,
Wegerechten, Wäldern, stehenden und fließenden Gewässern.

3698c (Reg. 1843. Vgl. Urk. Nr. 3165). Über Erbach. Auch Sigina übergab in pago Lo-
genehe (im Lahngau), und zwar im Dorf Erilbach (Erbach sö. Limburg/Lahn) ihren
Besitzanteil an einer Llofreite, einer Wiese und eines Morgen Landes.
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