Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Page: 298
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URKUNDE 3776 (Anfang Dezember 826 — Reg. 3215)
Schenkung des Bernachar in Bürstadt unter Abt Adalung und Kaiser Ludwig

Ich, Bernacar, weise im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil dem heiligen Mär-
tyrer N(azarius) eine Gabe zu. Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehr-
würdige Abt Adalung ist. Ich wünsche, daß meine Schenkung ewigen Bestand habe, und
bestätige, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Gestützt auf diesen vertraglichen Ab-
schluß schenke ich im Oberrheingauer Dorf

Bisistat (Bürstadt w. Lorsch) zwei Hof reiten, 42 Joch Acker- und 25 Morgen Wies-
land. Geschehen im Lorscher Kloster am 1. (2. oder 3.) Dezember, im 13. Jahr (826)
des Kaisers Ludwig (des Frommen).

URKUNDE 3777 (10. Juni 810? — Reg. 3040)
Tausch der Bertheit in Bürstadt unter Abt Adalung und König Karl

In Christi Namen ist im gegenseitigen Einverständnis zwischen dem verehrungswürdi-
gen Adalung, dem Abt des Sankt ~N(azarius )-Klosters in Lorsch, und einer gewissen Frau
namens Bertheit ein Gütertausch in Aussicht genommen worden. In dessen Ausführung
gab die erwähnte Bertheit für Zwecke der Kirche des Hl. ~N(azarius) zwei Hof reiten,
18 Joch Ackerland und zehn Morgen Wiesen, alles im Oberrheingauer Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) gelegen. Dafür gab besagter Abt Adalung (804—837) im
Dorf

Oppenheim (am Rhein) einen Weinberg, eine Mühle mit Bäckerei und zehn Joch
Ackerland. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 10. Juni, im
17. Jahr des Königs Karl. (Statt XVII. Jahr = 785 eher: XLII. Jahr = 810.)

URKUNDE 3778 (3. August 771 — Reg. 659)

Schenkung des Scoran im Dorf Bürstadt unter Abt Gundeland und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 169)

Ich, Scoran, mache in Gottes Namen und zum Heile meiner Seele eine Vergabung.
Sie gelte dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das un-
ter der Leitung des verehrungswürdigen Abtes Gundeland steht. Es ist mein Wille, daß
meine Vergabung ewig gelte. Ich erkläre, daß sie aus durchaus freiem Willen erfolgt.
Gestützt auf diesen Vertrag schenke ich in pago renensi (im Oberrheingau), im Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) eine Wiese, welche einen Jahresertrag von drei Fuder Heu
erbringt. Geschehen im Lorscher Kloster am 3. August im 3. Jahr (771) des Königs Karl.

URKUNDE 3779 (23. Juli 795 — Reg. 2525)

Schenkung des Bernher im Dorf Bürstadt unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 174)

In Christi Namen mache ich, Bernher, am 23. Juli im 27. Jahr (795) des Königs Karl,
eine Vergabung an den heiligen Märtyrer N(azarius)} dessen Leib im Lorscher Kloster
ruht. Dort ist der ehrwürdige Richbodo Abt. Ich wünsche meiner Stiftung ewigen Bestand
und erkläre ausdrücklich, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich schenke alles, was ich
bisher im Oberrheingauer Dorf
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