Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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URKUNDE 3787 (Ii. August 778 — Reg. 1449)

Schenkung des Frumolt in Bürstadt unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 170)

In Christi Namen mache ich, Frumolt, am 11. August im 10. Jahr (778) des Königs
Karl eine Schenkung an den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster
ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich wünsche meiner Vergabung
ewige Dauer. Ich übergebe alles das, was ich im Oberrheingauer Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) an Ackerland besitze. Der Vertrag ist damit abgeschlos-
sen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3788 (1. November 767 — Reg. 247)

Schenkung des Turinbert in Bürstadt unter König Pippin und Abt Adalung

(Vgl. Urk. Nr. 167)

In Christi Namen mache ich, Turinbert (siehe Band I, Stammtafel Seite 37), am 1. No-
vembei im 16. Regierungsjahr (767) des Königs Pippin, zum Heile meiner Seele eine Ver-
gabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem
der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß meine Schenkung von
ewiger Dauer sei, und bestätige, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich übergebe mei-
nen im Oberrheingau gelegenen Anteil an einer Hofreite als Bauplatz für jenes (geplante)
Kloster und außerdem in

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) eine Hof reite, eine Wiese und sechs Joch Ackerland. Ge-
schlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3789 (11. Juni 770 — Reg. 509)

Schenkung des Turincbert und meines Sohnes Rupert in Bürstadt

(Vgl. Urk. Nr. 168)

In Christi Namen schenken wir, Turincbert und mein Sohn Rupert (siehe Band I,
Stammtafel Seite 37), am 11. Juni im 2. Regierungsjahr (770) des Königs Karl, dem hei-
ligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige
Gundeland als Abt vorsteht, im Oberrheingauer Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) eine halbe Hof reite. Urkund dessen nachstehende Ferti-
gung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3790 (22. September 789 — Reg. 2133)

Tauschgeschäft des Reginwart in Bürstadt unter Abt Richbod und König Karl

In Christi Namen ist in beiderseitigem Einverständnis zwischen dem ehrwürdigen
Abt Richbodo vom Kloster des Hl. Nazarius in Lorsch und einem gewissen Herrn Regin-
wart ein Gütertausch vorgenommen worden. Demzufolge gab der genannte Reginwart im
Oberrheingauer Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) zwölf Morgen Pflanzland und Wiesen mit einem Jahres-
ertrag von zehn Fuder Heu. Abt Richbodo gab dagegen im Wormsgauer Dorf

Aburinesheim (Ebersheim s. Mainz) 16 Morgen Land und einen Weinberg. Der Ver-
trag wird hiermit schriftlich festgelegt. Geschehen im Lorscher Kloster am 22. September
im 21. Jahr (789) des Königs Karl.
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