Heidelberger Schlossverein [Editor]
Mitteilungen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses — 1.1885-86

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und zuverlässigcr wcisc publicicrt. Dic Ausgabc, wclchc äcr Aus-
schuß dcs chchloßvercins sich stellen zu müssen glaubte, geht dahin,
in den von ihm herauszugebendcn Lseften allmählich das gcsammte,
crreichbare baugcschichtliche Alaterial zusammenzustellen. Bereits
Gedrucktes ist nicht ausgeschlossen; doch soll dasselbe immer aus
Grund crneuter sorgsältiger Revision der Texte wiedergegeben werden.
Vornehmlich aber wird man sich bemühen, noch ungedruckte und
unbcnutzte Alaterialien aus Archiven und Bibliotheken zu gewinnen.
Auch graphischc Darstellungcn, j?läne xc., namcntlich solche, welche
bisher nicht bekannt waren, werden ihre chtelle in dicsen lseften
finücn. Da der Zweck dieser Beroffcntlichungen zunächst nur ist, die
historischen tz)uellen sür die Baugeschichte des ^chlosses zu sammeln
und für die Lcnutzung zugänglich zn machen, so bleibt die Ber-
arbeitung des gegebenen Stoffcs für's erste aus dem Rahmen dcr-
selben ausgeschlossen.

Dcr Schloßverein hat um so mehr geglaubt, die so bezcichnete
Aufgabe zu dcr seinigen machen zu sollen, als er damit auf die ur
sprünglichen, schon bei seiner Gründung gehegten Intentioncn zurück-
kommt. Bereits in sciner ersten amtlichen ll-sundgebung im Februar
s86c bezeichnete der Berein als die eine seiner Hauptaufgaben
„die historischc und kunstgeschichtliche Trforschung des chchlosses^'
(Blittheilungen des lseidelberger Schloßvereins I. ch. 2). Das jetzige
Anternehmen knüpft an diesen 5atz unmittelbar an.

D)ir erbitten für das vorliegende erste bseft eine wohlwollende
Aufnahme. Das demselbcn vorangesetzte Gedicht aus dem Tnde
des siebzehnten Iahrhunderts wolle man als eine Art poetischer Tin-
lcitung zu den solgenden mcist sehr geschäftsmäßig trocknen, abcr
sachlich höchst werthvollcn Actenstückcn gelten lassen. Die Blit-
theilungen aus dem Darinstädter Loclex picturarum, sowie aus den
Acten des cksarlsruhcr Gcncral-Landes-Archivs mögen für sich selbst
sprcchcn. chie sind durchgängig getreu nach den l^andschriften wieder-
gegebcn; nur leichte Beränderungen in Interpunction und Ortho-
graphie sind im Interesse der begucineren Benutzung vorgenommcn
worden.

Zum chchlusse sci der IDunsch ausgesprochen, daß die hiermit
begonnenen jdublicationen ncben anderen auch den Grsolg haben
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