Heidelberger Schlossverein [Editor]
Mitteilungen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses — 1.1885-86

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II.

Aus den

Acten des Großb. General ^andes-Arcbws

zu karlsrube.

(„kseidelberg, Stadt. Bansache, Schloßbau ^602—lüor." — Blätter.)

r

(t602 April 6.) Iacob Müller, Bildliauer von Beilbroiin, bittet wiederholt Aursürst
Fricdrich IV., die Statuen der vorfahreu des Aurfürsten durch ihn arbeiten zu lassen.

Durchleuchtigster Hochgeboruer Lhurfürst, Lw. Lhurfl. Gu. seindtE
meiu underthönuigste guttwilligste Diennst jeder Zeit getrewstes vleiß
zuvor, Gnädigster Lhurfürst unnd ^err.

Alß ich abgeruckhter Zeiteu von Lw. Lhurfl. Gn. Bawmaistern,
so damahlen eben alhie in Hailbronn geweßen, unnd ettliche Stückh
Stain in der Staingruben bestelt, soviel Berichts eingenomen, daß
dieselben Dero geliebten löerren vorfordern, christseeligsten Gedächt-
nußen, warhaffte ima§ines und Bildtnußen, darein ufs fleißigste bawen
unnd machen zue laßen, gnädigst bedacht seyen, auch von ime Baw-
maistern zu gemelten Stainen zu sehen angeheißen worden: so habe ich
solcher Arbaiten wegen, die ich mit Gottes Hilf so baldt alß ainer
zu machen getrauwe, bev Lw. Lhurfl. Gn. in underthönnigster Suppli-
cation mich onelangsten anmelden laßen, unnd daruf von deroselben Mahr-
schalckhenn soviel vernommen, daß Lw. Lhurfl. Gu. deßhalber dem Baw-
maister alleu Beschaidt gnädigst zugestellt. lvan aber derselbig damalen nit
anhaimsch geweßen, unnd ich also der Sachen Beschafenhait keinen gewißen
Grundt haben mögen, dannochten zu angeregter Arbait mich möglichstes
vleiß gcrn geprauchen laßen wolte, inmaßen ich uf bescheheu Begehren
ein klein Bildt von Alabaster possirt, welches der Marschalckh noch bey
bfannden, so habe ich hierumben nochmahlen unterthönnigst anzuhalten nit
underlaßen wöllen, gantz hochvleißigst pitendt, Lw. Lhurf. Gn. geruhen
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