Mothes, Oscar [Editor]
Illustrirtes Bau-Lexikon: praktisches Hülfs- u. Nachschlagebuch im Gebiete d. Hoch- u. Flachbaues, Land- u. Wasserbaues, Mühlen- u. Bergbaues, d. Schiffs- u. Kriegsbaukunst sowie d. mit d. Bauwesen in Verbindung stehenden Gewerbe, Künste u. Wissenschaften ... (Band 3): H bis P — Leipzig, 1883

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Mörtel

409

Mörtel

Der lü Jahr alte.
11'2°
4

Der 20 Jahr alte.

4. M., der circa 100 Jahre alt war.
13,40 Gew.-°/g kohlensaure Kalkerde,
1,^0 Gew.-°/o Kalkerdehydrat,
0,2g Gew.-o/o Kalkerde an Kieselsäure gebunden.
0,go Gew.-°/o lösliche Kieselsäure.
5. M., der circa 200 Jahre alt war, in drei Proben, die
Berlin untersucht.
i. 2. 3. Probe.
1^2» 11.34 O^b
2^0 1^85 l'oo

Gew.-"/o kohlensaure Kalkerde,
2,og Gew.-o/o Kalkerdehydrat,
0,^g Gew.-°/o Kalkerde an Kieselsäure gebunden,
0,s5 Gew.-°/o lösliche Kieselsäure,
l,^ Gew.-o/g Eisenoxyd und lösliche Thonerde,
O.gg Gew.-o/g Thon.
82,zg Gew.-o/g Sand Spuren von Gips, Talk, Bittererde
Untersucht vom Verfasser. (und Feldspattrümmern.
0,gg Gew.-o/g Eisenoxyd und lösliche Thonerde,
0,70 Gew.-°/a Thon,
81

,77 Gew.-°/o Sand rc.
Probe vom Verfasser, 2. und 3. von Or. Ziureck in

85,.

87,g

6. M., der eirca 300 Jahre alt war, von der um 1560
gebauten Kirche zu Rüdigsdorf. Untersucht vom Verfasser
im Jahr 1853.
14,oo Gew.-o/o kohlensaure Kalkerde,
0,70 Gew.-o/g Kalkerdehydrat,
2,og Gew.-"/o Kalkerde an Kieselsäure gebunden,
L,go Gew.-°/o lösliü^T^-
o,go Gcw.-°/o Eisei ^
0.7o Gew.-°/o Thor -
78,50 Gew.-°/o Sam - ^
7. M., der circa 60( ^
Franziskanerkirche in ^ ovi
im Jahr 1857.
13..u, Gew.-«/» kohle ^

Gew.-°/g kohlensaure Kalkerde,
Gew.-°/g Kalkerdehydrat,
Gew.-°/o Kalkerde an Kieselsäure gebunden,
Gcw.-°/o lösliche Kieselsäure,
Gew.-"/o Eisenoxyd und lösliche Thonerde,
Gew.-°/o Thon,
Gkw.-"/g Sand, Spuren von Gips und Bittererde.
8. M., der circa 1330 Jahre alt war (von 526), von
St. Vitale in Ravenna. Untersucht 1853.
10.„„ Gew.-°/o kohlensaure Kalkerde,


Die Analysen 7—4
ganz zuverlässig sein,
und das Kalkerdesilik
innig mildemSteinvc
kaum möglich war, m
steins mit in der zur
enthalten gewesen sein
die Zuverlässigkeit der'
geht denn doch jedenfa
die Verbindung zwisch
Hydrat und der Kiesels
aufschlteßbarenSilika
scheint; ferner daß na
vorhanden ist: daß n
zwischen Kalkerde und
sie als Kalkerdesilikat r
die Bildung des Kalkei

O

V- O


...... ^
Prozent Kalkerdehydv
körnigem, magerem E
gerem, 15—16 bei
Math es, Jllustr. B

^ °S
-
U O
V-2 O
D- O


^ Gew.-°/o Kalkerdesilikat,
^,50 Gew.-°/o lösliche Kieselsäure,
?,oo Gew.-°/g Eisenoxyd und Thon,
^ Gew.-o/g Sand ze.
:irca 1800 Jahre alt war, in 2 Proben (von
Mlädukten und dem Kolosseum).
2. Probe.
7,00 Gew.-°/g kohlensaure Kalkerde,
14^ Gew.-°/o Kalkerdesilikat,
l.5o Gew.-o/o lösliche Kieselsäure,
2,oo Gew.-o/o Eisenoxyd und Thon,
75,50 Gew.-o/g Sand rc.
circa 2000 Jahre alt war (von einem Grab
mtersucht 1853.
.-o/o kohlensaure Kalkerde,
.-o/o Kalkerdesilikat,
.-o/o Eisenoxyd u. a. Metalloxyde, Thon w.
.-o/g Sand rc.
.8—20o/obei scharfkörnigem,lehmigemSand
sad, einen guten M. zu erzeugen, daß man
si verwenden sollte, der mehr als 3 °/g Thvn
si ein Geha lt von 90/0 Thon die Festigkeit des
ml negirt. Wenn also nur lehmiger Sand
Msteht, sountersucheman ihn erst auf seinen
he man ihn verwendet; Kalk, der bereits in
, Seifensiedereien, Gerbereien od. chemischen
itzt worden ist, hat dort schon so viel von
Pehydratgehalt verloren, daß eralsMörtelbe-
tilüssig ist, ebenso abgestanveneru. abgelebter
kia auch in diesem das Kalkerdehydrat zum
lichon in kohlensaure Kalkerde umgewandelt
fr so wenig, wie der etwa im lehmigen Sand
-lensaureKalk, alsKalkzusatz beider Mörtel-
rsehenist. Prüft man frischen M., aus frisch
lilkbereiiet, sokannman diebeidieserPrüfung
rantität chemisch unveränderten Kalkerde-
wa 80—90o/o der ursprünglich verwendeten
alkerdehydrats ansehen; nach einem Jahr
AOch 28—35 0/0 der ursprünglichen Quantität
-cts unverändert vor, nach 10 Jahren noch
ch 20Jahrennoch 18—22°/g, nach 30 Jahren
V» rc^ l der übrige Theil ist bereits in kohlen-
erwandelt u. als solcher an denSteinen und
angelegt. Da runde Sandkörner im Ver-
ein Volumen weniger Oberfläche darbieten,
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