Hartmann, ... [Red.]
Beschreibung des Königreichs Württemberg (Band 61): Beschreibung des Oberamts Neckarsulm: mit fünf Tabellen, einer historisch kolorirten Karte des Oberamts und drei lithographirten Ansichten — Stuttgart, 1881

Seite: 532
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SrtZbeschieibniig.

Neillkainttier, Namens der Kellerei Möckmiihl, wegm des Stifts Ge-
rechtigkeit von V» des großen Zehnten in ganzer Möckmühler Mark-
ung. St.A.

1842—-4ck. Kameralamt Nenettstadt vertanscht an Fürstl. Leiningett-
sches Reiitamt Biichen Weiiigilteii iii Ruchsen gegen solche in M. St.A.

1849. Die Straße von Züttlingeii dnrch Möckmühl nach Roig-
heim ivird gebant. Die steiiierne Iagstbrücke, bis dahin Gemeinde-
eigeiithnm, stürzt iii Folge Hochivassers theilweise ein nnd ivird vom
Staat mit eiiiem Aufwand von 40000 Gnlden nen hergestellt, von der
Stadtgemeinde mit 6000 Gulden abgelöst.

1854. Jan. 14. Die ehemalige Zehntschener mit mehreren Wohn-
nnd Nebengebänden breniit ab.

1858. Die Jagstthalstraße'von Möckmühl wird vollendet und ein
Postamt errichtet.

1860. Septbr. 28. Eine Feuersbrnnst zerstört 8 Hanpt- nnd
3 Nebengebäiide und beschädigt noch 12 Nebengebände.

1869. Ang. 18. Erössnung der Eisenbahn.

P a r z e l l e n:

B v a nd h ö lz l e, Hos, südöstlich von der Stadt ans der
Höhe des rechten Jagstnsers.

Schivärzerhof, sndwestlich von der Stadt nns der Höhe
rechts von der Jagst. Ans deinselben steht ein herrschaftliches
Hans init Mansardendach, ansangs dieses Zahrhnnderts gebantz
das sog. Pächterhnns im Schweizerhansstil, dabei Stallnngen
n. s. iv. Das Gnt enthält jetzt an Feld 110 lin 19 ar, an
Wald 5 lia 19 ar nnd ist (als Allod) seit 1815, in ivelchein
Jahr es von Freisrau Philippinc von Ellrichshausen gelanft
wnrdc, iin Besitz der Freiherren von Ellrichshansen zu Assnni:
stadt. Der Boden ist ein kalthaltiger, ivarincr Lehinboden, der
sich besondcrs zum Luzernban eignet. Die jetzige Gntsherrschast
hat das Gut durch tüchtige Beivirthschastnng, insbesondere dnrch
Einführnng des Kleebans nnd der Sbstbaninzncht, aus einein
sehr herabgekoninienen zn einein einträglichen, rationcll betriebencn
Gur erhoben.

Schwärzerhos, alt tzolirver/.n (wohl von dcin schivarzen
Huinns), früher auch nach dcin nrsprünglichen Besitzer Tüinming
(Doineneck) Tünnings:. Theiinichs-, noch 1770 .,Thonnichs- oder
Schwörzerhos^ gcnannt, kam von den Möckmühler Hohenlohe
theils an das bei Dsterbnrken gelegene Eisterzienserinnenklosier
Seligenthal, theils an das Chorherrenstift Möckinüht. Den
Seligenthaler Antheil ermarb 1539 die Stadtgeineinde Möckmühl;
über d-m Stistshof siehe 1696 ss.
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