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Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache

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Die Vermutung, die Heimat der idg. Gemeinsprache habe in Südruß-
land und Teilen der Kirgisensteppe gelegen, stützt sich im wesentlichen1
auf die angebliche Tatsache, daß ein Teil der Ackerbauterminologie, die
den idg. Sprachen gemeinsam ist, den beiden östlichsten, dem Indischen
und Iranischen, fehle. Ein Teil der Träger der Gemeinsprache, so schließt
man daraus, habe noch mehr oder weniger nomadisch gelebt, sei also in
dec Steppe beheimatet gewesen: also müsse die Heimat da gesucht
werden, wo Steppe und Ackerland zusammenstoßen, und das wäre eben
an der Grenze von Südrußland und Kirgisensteppe2.
Bereits Otto Schräder, der in seinem bekannten Werk Sprachver-
gleichung und Urgeschichte (3. Aufl. 1907) dieses Argument, das heute
noch einen starken Einfluß ausübt, zum erstenmal ausführlich aus-
gebreitet hat, mußte zugeben, daß dem Indoiranischen keineswegs alle,
sondern nur einige Ackerbaugleichungen abgehen. So meinte er (o. c.
II 204f.), sie hätten zwar den Ackerbau gekannt, er habe aber bei ihnen
eine im Vergleich zu anderen Stämmen verhältnismäßig geringe Rolle

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