Thiersch, Hermann
"Tyrrhenische" Amphoren: eine Studie zur Geschichte der altattischen Vasenmalerei — Beiträge zur Kunstgeschichte, N.F., 27: Leipzig, 1899

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— 50 —

Schwanz festhält! Modern wohl auch die gravierten (!) Strichtupfen auf
den Mänteln der dem Oineus zugekehrten Frau und der links folgenden
Figur. Bei der Deipyle geht der vertikale Mittelstreif — deutlich mit
Querzonen — bis auf den unteren Saum herunter. Die Mantelfalten
der Athena können modern nachgefahren sein. War ihr Duktus
ursprünglich schon so, so ist er ein wichtiges Zeugnis für die späte
Entstehungszeit der Vase. Dazu stimmt auch das späte Muster am
Chitonsaum der Deipyle, der Eilithya und am Thron des Zeus.
Die Deianira hat deutlich einen Krobylos; er ist auf dem Original
viel besser erhalten, als die Abbildung erkennen lässt.

Wo das P.-L.-Band der ersten Bauchzone antik, ist das Wellen-
band am Rand des Lotoskelches deutlich ausgeprägt. Ganz modern
übermalt und übergraviert ist die folgende Zone mit den hier
ungewöhnlichen Reitern. (Vgl. 53.)

B. Serie mit Punktband.

(I. mit einem Tierfries fehlt.)

II. mit zwei Tierfriesen.

40. München 156. 44. Louvre Hw. 11 (?).

41. » 127. 45. » » 12.

42. » 150. 46. Corneto. A. D. I. 22.

43. Louvre Hw. 23.

III. mit drei Tierfriesen.

47. München 175. 50. Louvre Hw. 2.

48. Haag. 51. » » 10.

49. Louvre Hw. 8.

IV. mit P.-L.-Band auf dem Bauch.

52. München 126. 57. Berlin 1710.

53. Neapel, S. Bourguignon. 58. Karlsruhe 200.

54. Florenz 1786. 59. Castellani II.

55. Berlin 1711. 60. Berlin 1708.

56. Petersburg 151.
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