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Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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https://doi.org/10.11588/diglit.2667#0310
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COD. PAL. GERM. 108

Spyegel der seien Meyster Henrichs von Hessen, den man nennet Langenstein, vnd hat ez hruder
Virich carthüser zu dütsche gemachet von wort zu wort als er künde<. MEine sele ich han bekant,
das du klug syst, zu forschende die üßerlichen dinge ... 137v vnd verstest aller dinge Ursprung vnd
Orden mit wunderlicher widerfürünge denr selben dinger zu dem lesten ende. Amen. Vgl. Thomas
Hohmann, Deutsche Texte unter dem Namen ,Heinrich von Langenstein'. Eine Übersicht, in:
Würzburger Prosastudien II. Untersuchungen zur Literatur und Sprache des Mittelalters, Kurt
Ruh zum 60. Geburtstag, hrsg. von Peter Kesting, München 1975 (Medium Aevum 31),
S. 219-236, hier S.226, und Thomas HoHMANN/Georg Kreuzer, in: VL2 3 (1981), Sp.767, 771.
Auch in Berlin SBB-PK Ms. germ. qu. 182, 298r-313r (s. Völker, S. 18f.).

137v-152v [KONRAD BÖMLIN (?),] ÜBER DIE WAHRE GELASSENHEIT DER SEELE
CHRISTI. Am Rand: Von der sele Cristi Ihesu. [Text:] [S] Vs hat der mynrich Jhesus gesprochin in
dem heiligem euangelio: Min loch das ist süße vnd myn borde lichte. Nu dünckit mich wo ein men-
sche inzit were daz dyse sehs stücke an yme hette, daz der wol ein süßes genges loch hette ... 139r
[Über die wahre Gelassenheit] Diß waren gelaßens haben wir ein bilde an der wirdigen sele vnsers
herren Ihesu Cristi... 140v [Sechs Eigenschaften, die Gott sich vorbehält] Die erste eygenschafft
gottis ist, das er ein vnmeßig wol gefallen hat ym selbir... 145r [Inwiefern Christus sich dieser sechs
göttlichen Eigenschaften entäußert hat] Werez nüprüfen wilderfindet, daz einydich mensche die
sehs eygenscheffte zu haben geneyget ist... 152v daz Verliesen alleyne ist ein gewar es finden zu dem
vns auch helffe der mynneriche Jhesus Cristus mit syme genemen verdienen Amen. Auch in Leip-
zig ÜB Ms. 763, 63r-76r (Kat. Leipzig, ÜB Deutsche Handschriften, S. 104); München BSB Cgm
4666, 176v-195v (Kat. München, BSB 5,7, S.314) und Straßburg BNU ms. 2801, 101r-106v; diese
Hs. bisher in der Bömlin-Überlieferung unbekannt. Ab 139r ist der Text fast identisch mit dem 3.
Teil des Bömlin zugeschriebenen ,Gulden Buch' (Berlin SBB-PK Ms. germ. qu. 171, 82v-97v [Kat.
Berlin, SBB-PK 2, S. 31]); Stellen daraus abgedruckt bei Völker, S. 159f. u.ö. - 153*r- 160*v leer.

SG/KZ

136:

COD. PAL. GERM. 108
Heiligenlegenden • Gebete

Papier • 111 Bll. • 20,3 x 14,2 • Südwestdeutschland • 3. Viertel 15.Jh.

Lagen: (I-l)1" + VII12 (mit Bll. 2», 3*) + (VI-1)23 + VII37 + 5 VI96 (mit Bl. 90a) + V105 (mit Bl. 100a) + (1-1)
Kustoden (12-20; s. Herkunft). Foliierung des 17. Jhs.: 1-105. Bll. l*-3"\ 90a, 100a, 106* mit moderner Zäh-
lung. Wz.: Ochsenkopf mit einkonturiger Stange und schrägem Kreuz (zwei Varianten), Piccard 2, Typen
V/310-311 (Südwestdeutschland 1459-1465); Ochsenkopf mit einkonturiger Stange und schrägem Kreuz (Vor-
satz), Piccard 2, Typ VII/83 (Süddeutschland 1501-1510). Schriftraum: 15 x 11; 25-33 Zeilen. Bastarda von ei-
ner Hand. Raum für Initialen und Überschriften ausgespart; freie Seiten vor den Textanfängen möglicherweise
für Illustrationen vorgesehen. Beginnender Tintenfraß. Brauner Ledereinband von Jörg Bernhardt (?) mit blind-
gedruckten Rollenstempeln. Vorderseite vergoldete Platte mit Bildnis Ottheinrichs in Kartusche, oben O. H.
[Ottheinrich], unten P.C. [Pfalzgraf Churfürst]; Jahreszahl 1558; vergoldeter Engelskopf (Presser, S.287,
Abb. 5); Rückseite vergoldetes Wappen der Pfalz in Kartusche (Haebler 2, S. 71, Platten V, VII, Rollen 2, 3, 4,
5; Berenbach, S.32 Nr.27), am Rücken Signatur: 108 (Durchschlag des alten Signaturschildes; s.u.). Zwei pa-
pierne Titelschilder, abgelöst und separat aufbewahrt (jetzt Cod. Pal. germ. I): 108/Historia/Vndecimum/Virgi-

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