Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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Kleinere theologische Schriften. M
Und eine alte Weissagung, mit der sich eine Nation
seit Jahrhunderten getragen hat, kann man doch
ohne alle Injurie eine alte Sage nennen.
Wir übergehen das plumpe Geschrey, das H.G.
über die vernünftige Anmerkung erhebt, die H. D.
Bahrdt bey dem Schlüsse des zweyten Capittls
Matthäi macht. „Vis hierher gehet die Stelle, an
deren Authenticität viele Gelehrte nicht ohne wichtige
Gründe zweifeln. „
Zu Matth, z, 6. ,, — welche sich bereit be-
zeigten ihre vorige Lebensart zu verlassen, rmd allen
Lastern Abschied zu geben. Worauf er sie, als
Angehörige des neuen Oberhaupts, durch die Taufe
einweihen sollte, die er am Jordan verrichtete. „
macht Hr. D. Bahrdt die Anmerkung bey der Tau-
fe Johannis: „Zum Zeichen, daß sie Gott durch
seinen Sohn von Sünden waschen und reinigen
wolle. „ Und Herr G. fragt in der Note: „Wo
stehen die von B. eingeschobene Begriffe im Texte?
aus welcher Macht verändert er den Ausdruck des
heiligen Geistes: sie bekannten ihre Sünden?
War die Taufe Johannis nichts mehr als ein blos-
ses Zeichen? „ Wir unsers Orts sehen in obiger
Übersetzung zwar Paraphrase, aber keine einge-
schobene Begriffe. Denn 5^0^. ^«5 «-4. heißt
doch offenbar mehr als bloß „Sünden bekennen.,.
Und wir gestehen, daß die Worte—- „sich bereit
bezeigten ihre vorige Lebensart zu verlassen, und allen
Lastern Abschied zu geben,, ganz vortreflich^ den
Ge-
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