Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

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Fortgesetzte Betrachtungen. I6z
zu theilen? Und wie leicht war es nicht, nach der
Zahl der 7 Wochentage, viele andere Dinge 7fach
einst'theüen, woraus endlich die Merkwürdigkeit, oder
Heiligkeit der Zahl Sieben erwuchs. S. 277.
Anfängiich nahmen die Menschen die vornehmsten
Gestirne als Unkerqottheiken an, hieraus entstand in
derFolge immer mehr und mehr, die ungeheure Viet-
göttercy. Die Gedanken S 284 u. s. f. über die
Frage, warum Gott seine richtige Erkenntniß nur
Ley einer Familie, nur bey einem Volke erhallen?
muß man selbst lesen. Die wiederholten Erscheinun-
gen, welche dem Abraham widerfuhren, waren nicht
überfiüßig, sondern zurBestestigung in seinem Glau«
ben nöthig. Man hak es lächerlich zu machen ge-
suchr , daß Abraham noch wegen der Schönheit sei-
ner 60 jährigen Frau besorgt gewesen, hingegen ret-
tet der Herr Verfasser S. 294 u. ff. den Moses auf
eine sehr geschickte Arr. Das menschliche Lebm hatte
damals noch eine viel längere Munterkeit voraus,
und Sn'a kam aus einer Gegend, die wegen der vor«
züglichen Schönheit ihres Geschlechts von jeher sehr be-
rühmt gewesen; auch rechtfertigte der Erfolg Abra-
hams Bckorgm'ß hinlänglich. Gott nahm sich nach
S. Z07 der Hagar und des Ismaels besonders an,
weil dieser in der Geschichte der Menschheit auf ewig
merkwürdig bleiben soll; als der Stammvater eines
der merkwürdigsten Völker auf der Erde, welches
das Erkenntniß des wahren Gottes sehr weit verbreit
tete. In Ansehung der ältesten Art, Fremde gast-
frei? einzuladen, wird eine treffende Parallele zwischen
Abraham und Telemach gemacht; die der Rec. auch
sonst schon, beym Lesen Odyß. t, uz ff. für sich
gemacht hatte. Die vortreflichen Gedanken über die
L r Auf-
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