Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 40.1915

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ZUM TEMPEL DER ATHENA NIKE

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(Museum Marbles IX S. 29) weist g und o an die Südseite.
An dieselbe Seite, aber in anderer Reihenfolge, setzt die-
selben Stücke auch Kekule (Die Balustrade u.s.w. T.17), dem
auch Furtwängler (Meisterwerke S. 215) beistimmt. Die Süd-
seite bildeten nach Kekule die Platten 1, g, e, o, a; doch er-
kennt Overbeck (Geschichte der Gr. Plastik 1893 I S. 481)
die Notwendigkeit der Versetzung von o und g an dieselbe
Seite nicht an. Alle die erwähnten Verteilungen der Fries-
platten beruhen entweder auf historischen oder auf stilisti-
schen Momenten, keine aber auf technischen. Auf Grund der


Abb. 6. Anordnungjder Friesplatten nach Ross.
genauen Fixierung der Lage der Epistylblöcke ist auch der
Abstand der auf diesen befindlichen Dübellöcher der Fries-
platten genau festgestellt und somit die Länge der Fries-
stücke, die nicht bei allen gleich war. So kann man leicht
aus der Länge jeder Friesplatte ihre genaue Stelle bestim-
men. Aus der Fixierung der Lage der Epistyle ergeben sich
folgende Maasse für die Friesplatten, von O. nach W. gezählt:
Südseite: 1,1 75 +1,885 -fl ,80 + 1,835 -f~1,1 25 = 7,820
Nordseite: 1,1 27-f 1,870-f 1,868-j-1,862-f 1,155=7,877.
Die beiden obigen Längen sind um 0,02 grösser als die ent-
sprechenden an der unteren Fascia des Epistyls gemesse-
nen. Daraus folgt, dass wie bei der ionischen Halle der Pro-
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