Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 47.1922

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Gabriel Welter

Hintermauerimg aus polygonalen Lagen hinweisen. Vorzüglich erhalten
ist diese an der Nordseite, in Material und Technik den Fundamentlagen
völlig gleich. IlaQayöficpoi und Steinmlöcher auf der obersten Fundament-
lage lassen die Länge der Euthynterieblöcke ablesen, wo diese selbst
nicht erhalten sind.

S t u f e n. 14 cm von der Euthynteriekante läuft die Aufschnürungs-
linie für die erste Stufe. Erhalten ist von ihr nur ein geringes Stück an der
W-Seite in ursprünglicher Lage. Sie zeigt eine dreifache Faszierung der
Ansichtsfläche; die untere ist geglättet, die mittlere sauber gepickt mit
Randbeschlag, die obere gleichfalls. Auf dem Auftritt ist Werkzoll stehen
geblieben, der nach hinten zu, für die Aufschnürungslinie und die Auf-
lagerfläche der zweiten Stufe abgearbeitet ist. Die Quaderlängen sind
durch die Stemmlöcher und naQayöfufoi auf der Euthynterie bekannt.
Die Eckplatte der NW-Ecke ist hieraus als monolith mit 2,30 m Seiten-
länge zu errechnen. Auch die Stufen sind polygonal hintermauert, wie die
schrägen Flächen an ihrer Innenseite zeigen. In hellenistischer Zeit ist
eine ganze Anzahl Stufen als Auflagerschicht für die Basisplatten wieder-
verwendet worden. Sie sind durchweg 1,36 m breit, 2,70 m tief, mit
Anathyrose an beiden Seiten (Taf.X 1—3). Einmal ist ein monolither Block
von 2,70x2,70 m verwendet worden, der zwei Ansichtsflächen aufweist,
somit als Eckstufe gekennzeichnet ist (Taf. X 3). Es ist dies eine bepeits
oben durch die Lage der Stemmlöcher der NW-Ecke erschlossene Aus-
messung. Da allen diesen Stufen Klammerlöcher fehlen, sind sie mit
Sicherheit der oberen Stufenreihe zuzuteilen. Die Stirnseiten weisen die
gleiche Behandlung auf, wie an den unteren Stufen, nur daß einige an den
Stoßfugenkanten der unteren geglätteten Faszie einen ebenfalls geglät-
teten, leicht vorspringenden Streifen haben, der wohl zum Kantenschutz
diente.

S ä u 1 e n. Auf diesem Unterbau standen, wie der beigegebene schema-
tische Aufriß Taf. IX 1 zeigt, mit einem jedenfalls geringen Einsprung, die
Säulen. Basen der Peristasissäulen wurden bisher nicht gefunden. Von
den Trommeln fanden sich die von Penrose erwähnten Trommelstücke
aus Poros außerhalb des hadrianischen Peribolos. Das nichtpeisistratische
Fundament der 7. Säule der Südseite, 2. Reihe (vgl. weiter unten die
hellenistische Baugeschichte), besteht aus 6 Trommeln. Es wurde laut
IfQaxtiy.d 1898, 63 einmalganzfreigelegt, ohne daßeine Beschreibungoder
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