Ars: časopis Ústavu Dejín Umenia Slovenskej Akadémie Vied — 1989

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Gotische Wandmalerei des Doms in Košice
Die Studie beschäftigt sich mit dem Wandfresko im
südöstlichen Teil des Innenraums im Dom von Košice
(Kaschau) mit den Maßen 406 X 108 cm, das Tod und
Auferstehung Christi abbildet. Die Qualität des Werkes
veranschaulicht das hohe Niveau des Košicer Kunst-
zentrums am Ausgang des Mittelalters und führt zu
der Annahme, daß sein Ausgangspunkt die Kunst des
Hofes war. Auch die Ikonographie des Freskos ist un-
gewöhnlich und ist literarischen Ursprungs. In ihrer
Analyse ist die Autorin bemüht, seine verschlüsselte
Bedeutung aufzudecken.
Die stilistischen Merkmale des Freskos ermöglichen
es, seine Entstehung in das erste Drittel des 15. Jahr-

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hunderts zu datieren und stellen es in einen Zusam-
menhang mit Werken gleicher Thematik aus Rajhrad,
Hronský Beňadik und der österreichischen Donauebene.
Alle diese Bilder sind Erscheinungen der späten Phase
des Schönen Stils, dessen Entstehung bei uns gerade
in enger Beziehung zur mährischen Kunst und Wien
stand. Eine Schlüsselrolle spielte hier besonders der
Rajhrader Zyklus. Auch der Stil des Košicer Freskos
schöpft aus diesem Werk, das sicherlich der Meister
der Tafeln von Hronský Beňadik kannte. Das Košicer
Wandbild können wir jedoch keinem bisher bekannten
Meister zuschreiben, obwohl sein mitteleuropäischer
Ursprung augenscheinlich ist.
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