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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 15.1939

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https://doi.org/10.11588/diglit.42536#0013

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Funöschau

9

Ilvesheim (Mannheim)—Atzelberg: 17.1. öünne schmale Klinge aus grünem Horn-
stein, 24 mm lang, 8 mm größte Breite. — 9. 2. öünne schmale Klinge aus weißgrauem
Hornstein, 22 mm lang, 5,5 mm breit. — 25. 2. 38 Flußgeschiebe, zu einem Herd zusammen-
gelegt, in öer Berlehmungsschicht, die öie mesolithischen Reste früher enthielt (Gropen-
gießer).
Lahr. W. Knausenberger fand in seinem Garten, Wasserklammstr. 24, Flur „2m
Nägele", ein Hornsteinwerkzeug.
Lienheim (Waldshut)—Barziholz. Feuersteinsplitter (z. T. bearbeitet) und ein vorge-
schichtlicher Scherben (H. Stoll).
Lörrach. Beim Geffelbrunnen wurde durch Schulkinder unter Führung von Haupt-
lehrer Kuhn ein Bohrer aus gebändertem 2aspis gefunden.
Neuhäuser (Freiburg)—Engenberg. Feuersteingeräte, z. T. von der alten Fundstelle
(III, 1936, 350: 13, 1937, 37), z. T. vom Weg zum Engenberg (Lais, Bogelgesang).
Niederbühl (Nastatt). 2m Gewann „Psriemenacker" 2 km SSO auf der Kuppe einer
Düne bei P. 130,0 fand P. Braun 2an. 1939 einen einzelnen Hornstein mit mesolithischer
Retusche (Tauber).
Oberrimsingen (Freiburg)—Franzosenweg. Ll. a. Tardenois-Spitze: s. u. unter „vor-
römische Scherben".
Radolfzell-Mettnau (Konstanz). 2n den letzten 2ahren wurden in der Nähe des
jetzigen mesolithischen Dorfes des Freilandmuseums auf der Mettnau Feuersteingeräte ge-
funden, vgl. H.Reinerth, Schumacherfestfchrift 1930 S. 91ff. (Garscha).
Reichenau (Konstanz). 1. „Bahnhof" nördlich der bisher bekannten Siedlung ver-
einzelt Feuersteine. — 2. „Anstalt": nordwestlich der bisher bekannten Fundstelle weitere
Feuersteine (A. Deck).
Remetschwiel (Waldshut). Aus Anlaß der Bodenschätzung wurde auf einem Acker
dicht beim Ort ein bearbeitetes Hornsteinstück aufgelesen (R. Hinsberg).
Rheinfelden-Nvllingen (Säckingen). Dreieckige Pfeilspitze aus Muschelkalkhornstein.
Sinzelfund (F. Kuhn).
Säckingen. Auf der Fläche der bekannten Steinzeitsiedlung am Buchbrunnen weitere
Feuersteinfunde (E. Gersbach).
Schliengen (Müllheim)—Ried. 2 bearbeitete 2aspisstücke (H. Stoll).
Sinzheim'(Bühl), Ortsteil Halberstung. Auf der Düne, die westlich des Orts vom
„Sugraben" nordwärts bis zur Straße Halberstung—-Schiftung zieht, fand P. Braun im
Dezember 1938 zwei mesolithische Siedlungsplätze.
a) 0,75 km SW auf dem Südrand der Düne. Ausdehnung etwa 80 : 100 m, zahlreiche
Steingeräte.
b) 0,4 km W auf der höchsten Stelle der Düne. Ausdehnung etwa 100 : 100 m. Stein-
geräte (Tauber).
Wagensteig (Freiburg). Am Kaibenbühl 1 Hornsteinstück mit Schlagspuren (St. Linser).
Waldulm (Bühl). 2,9 km südlich am Weg vom „Ringelbacher Kreuz" zur
„Schwend" 200 m unterhalb vom Gipfel der „Schwend" fand Otto Draun-Baden-Daden
1938 einen mesolithischen Rundschaber aus honiggelbem Hornstein (Tauber).
Wollmatingen-Reuthe (Konstanz). 2m südwestlichen Teil der Siedlung bei mehr-
maligem Begehen nach dem Llmpflügen. Werkzeuge und Feuersteinsplitter: Tardenois-
dreieck, Schaber z. T. mit Hohlkerben (A. Beck).
Eine Mahnung zur Borsicht: Bon öer Hugstetter Eiche im Mooswald bei Freiburg
wurden durch vertrauenswürdige Personen Feuersteinsplitter gebracht, die sicher Kreide-
feuersteine von Rorddeutschland sind, also neuzeitlich eingeschleppt wurden.
Steinbeile.
Baden-Baden. 2m Garten des Anwesens Ebersteinstr. 17 wurde 1933 im Bauschutt,
der früher aus öer Stadt an öie Fundstelle gefahren worden war, ein Rechteckbeilchen
(Länge 5,1 em) gefunden (Braun-Dauber).
Dogern (Waldshut)—Lehmatt. Hälfte eines Steinhammers (Erdarbeiter Reinauer:
Bericht 2. Schneider).
 
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