Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 15.1939

DOI article: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.42536#0102

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
98

D- Xierhaus

6em D3.II 6es D1me8 noch lünAer in ähnlich lockerer Dorm beim Keich schalten
xvuröe^D Oie §e8Lmte Kheinebcne gehörte nDo §ar nicht ^urn Dirne8§ebiet im
enteren Zinne. ?t.nch verw3ltun§8rnä6i§ xvur6e 6er recht8rheini8ch-e bei! 6er
Kheinebene viel trüber or§3.nl8iert als 633 OinterOnä 6e8 Inme8: Während 6ie
beiden civitLte8 6er btedk,Lr8weben un6 6er IVlLttiLker, 6ie äl8 ein^i^e recht8-
rbeinizebe civitäteL mit Zicberbeit aut alte Ztämme - o6er tkeile von 8o1chen,
8. u. — ^urückZekührt werden können, bereit in tr3)Lni8cher ^eit eingerichtet
wurden, erfolgte die Oberleitung 6e8 Ointerlun6e8 6e8 Dirne8 von 6er mibtäri-

burg unä Lasel seit langem auch äie meine. Ich pflichte I<utin gan^ äarin
bei, äaü äie unäurchäringliche Larriere äes Lchwar^waläes rechtsrheinische Kastelle ^wi-
schen Lasel und Offenburg — etwa bei Oaltingen nörälich Lasel unct Diegel am Kaiser-
stuhl — völlig überflüssig machte. Von Ottenburg an noräwärts liegen äie Verhältnisse
freilich anäers. — tVut Orunä äes von I<uhn vorgelegten Materials äart übrigens äie
Levölkerungsäichte äer rechtsrheinischen Dbene in äer Xeit vor Vespasian nickt über-
schätzt weräen. Ihre Llüte haben sowohl äie Lääer (Laäen-Laäen unä Laäenweiler)
wie auch äie äörtlicken 8ieälungen wie siegel erst im letzten Drittel äes I. unä im 2. hh.
erlebt. Vor Vespasian war äas Danä im ganzen nur ein äürttig besieäeltes Olacis (s. Hext),
entsprecbenä äem Xustanä, äen Llauäius in Xieäergermanien geschaffen hat,
nur mit äem ttnterscliieä, äaü äer Qlacisstreiten am Oberrhein äank äer Qe-
birgssperre äes Lchwarrwaläes unä Oäenwaläes tast von selbst von unerwünschtem
2u^ug frei blieb, so äa6 äort ansässige 8tammesreste wie äie Xeckarsweben unter römi-
scher Kontrolle ruhig wohnen gelassen weräen konnten, wäkrenä er bereits in äer länter-
mainebene unä besonäers in Oieäergermanien mühsam von Dinäringlingen freigenalten
weräen muöte. — Dur Laäen-Laäen vgl. auch äen Leitrag von O. Outmann in äiesem
Delt äer „Dunäberichte".
Die Drage, wieweit äer rechtsrheinische Deil äer DHeinebene auch nach äem Dali
äes Dimes um 260 n.Llir. von Dom gehalten wuräe, ist mangels veröffentlichter ar-
chäologischer Unterlagen vorläufig kaum ?u beantworten. In äer Degel wirä im ^.nschluü
an D. Ditterling, Oermania 5, 1921, 117 ff. äie Tatsache, äa6 mehrere Mün^verstecklunäe
äes späten 3. unä 4. hh.'s im ehemaligen Dimesgebiet Zutage traten Schwenningen a.X.,
Immenäingen, 8tockstaät a.M., Wiesbaäen), für genügenä erachtet, um eine wenigstens
lockere Herrschaft Doms äaselbst aiumneümen (^. 6. 8chumacher a.O. 47/ Dabricius a.O.
8p. 597/ D. bloräen, ^.lt-Oermanien (1934) 39ff.). Oegen äiese Ansicht hat sich m. W.
nur D. 8tein, Oeschichte äes spätrömischen Deiähes I (1928) 95 ^.nm. 1 gewanät, m. D.
^u recht. Die- Mün^lunäe sinä ebenso wie äie Zahlreichen Din^elmünr:en äes 4. M.'s im
ehemaligen Dimesgebiet unä wie äie Orabfunäe spätrömischen L'harakters von Ltockstaät,
Oro6-Krot^enburg unä anäern Orten, äie in äiesem Zusammenhang ebenfalls genannt
wuräen, r^ur Oenüge als Zeugnisse äer im Danäe siDengebliebenen provin^ialrömisoben
Levölkerung oäer als Dinfuhrartikel ^u äen Alemannen erklärt. Dlnä äa6 ein ganr erheb-
licher 1'eil äer provin^ialrömiscken Levölkerung nach 260 im Danäe blieb, beweisen
besser als äie wenigen archäologischen Dunäe äie Zahlreichen Orts- unä Qewässernamen,
äie aus äer voralernannischen Xeit bis heute sich erhalten haben. Ws bünäige Zeugnisse für
eine römische Herrschaft können in äen kriegerischen XloOeiten äes spätrömischen Deiches
nur militärische Lauten oäer — auf vorgeschobenen Dosten — wenigstens Inschriften mit
Iruppennennung angesehen weräen. militärischen Lauten sinä rechts äes Dkeines m.W.
für äie Xeit nach 260 nur gesichert äie Deiäenmauer in Wiesbaäen (Ditterling, ODD. ö
Dir. 3D Wiesbaäen 8. 73 ff. / D. ^.ntkes, 10. Ler. ä. Döm.-Oerm. Dommission für 1917
(1918) 107f.) unä eine Deibe von unmittelbar am reckten DHeinufer gelegenen Lrücken-
köplen gegenüber linksrheinischen spätrömischen Dastellen, wie Kastel ru Nain^/ Mann-
heim-bleckarau ru Altrip/ W/Hlen, WDörrack ru Kaiseraugst, Dt.Aargau/ Dbeinheim,
WWaläsbut ^u Xur^ach, Dt.^argau usw. / einen Lonäerlall biläet äie mit einem Kastell
bewehrte Dbeininsel äes Münsterberges von Lreisacb. — ^.n Inschriften ist m.W. nur 2U
nennen äer Orabstein äes explorator Despectus, 8ohn äes Lerus, aus Heidelberg, Wagner.
Dunästätten II 297 m. -kbb. 248/ D. Dani, Xur Ltilentwicklung äer provinr!ialrömischen
Dlastik in Oermanien unä Oallien (s. Besprechung 8. 135 f.) 'Kal. 23, 2/ LID. XIII 11735,
äen Dahl a.O. I I -knm. 15 in äie 2eit nacn 260 äatiert. Diesem 8tein lassen sich stilistisch
mit D. Wahle, Kurpfäl^er Jahrbuch 1927, I66ff. noch äie Inschrift äes Dacus, Wagner II
298 mit f^bb.249/ LID. XIII 11737 unä äie Orabinschrilt auf Detus aus Kleingemünä a.IK.,
Wagner a.O. 3031./ LID. XIII 6393 ansokliehen. Da Inschriften aus äen anäern um 260

ch
 
Annotationen