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Das Grabdenkmal des Königs S'a3hu-rec, II: Die Wandbilder.

nicht abgesetztem Profil und kurzen, runden Ohren eine Ratte, das andere, wozu auch unser
Bild gehört, mit leichterem Körper, langer, spitzer Schnauze, die gegen die Stirn abgesetzt
ist, also konkavem Profil, und langen, spitzen Ohren eine Ginsterkatze. Der Schwanz ist
immer lang angegeben, doch ist seine Länge im Verhältnis zum Körper verschieden. Eine
Abweichung von dieser Darstellung finde ich nur einmal1, wo das Tier sonst einer Ginster-
katze ähnelt, aber einen langen, buschigen Schwanz hat.

Welche Art der Ginsterkatze (Genetta) in Betracht kommt, dürfte schwer zu ent-
scheiden sein. Nach Trouessart2 lebt heute keine mehr in Ägypten.

Zum Vergleich könnten herangezogen werden: Genetta dongolana Hempr. u. Ehrenb.
aus Nubien, Dongola, Genetta terrae sanctae Neumann aus Palästina, Genetta granti aus
Arabien, Genetta abyssinica aus Sennaar, Kordofan. Da aber diese alle weniger durch
Körperproportionen als durch die Färbung unterschieden sind, so dürfte es kaum möglich
sein, auf Grund von unkolorierten Abbildungen mit einiger Sicherheit festzustellen, ob und
welche von diesen Arten die alten Ägypter gekannt und abgebildet haben.

Die Vögel.

Von Oskar Heinroth.

Leider ist von Vogeldarstellungen nicht viel erhalten geblieben, da von der Sumpf-
Jagd nur wenige Reste übrig sind. Interessant sind die auf den Blättern 28 und 31 ab-
gebildeten entenartigen Vögel. Sie schlechthin als Enten zu bezeichnen, halte ich nicht für
richtig. Bei den dreien, die auf Blatt 28 an den Flügeln getragen werden, kann man wohl
an Spießenten, Anas (Dafila) acuta L., denken, und zwar wären dann die beiden Stücke,
die der Mann in der rechten Hand hält, zwei Männchen, das dritte ein Weibchen. Wenn
auch die sehr verlängerten mittleren Schwanzfedern dieser Entenart hier nicht so deutlich
zum Ausdruck kommen, wie es sonst auf den ägyptischen Wiedergaben der Fall ist, so
spricht der lange, schlanke Schnabel und vor allen Dingen die recht gut angedeutete schwarz-
weiße Längszeichnung des Halses dafür (s. Abb. 36). Für die Tiere auf Blatt 31 gilt dasselbe; ich

möchte auch sie für ein Paar Dafila acuta
halten; in der rechten Hand wird der
Erpel, in der linken die Ente getragen.
Merkwürdig ist, daß, wie auf Blatt 28, das
Weibchen die Schwanzfedern stark ge-
spreizt hat, ein Verhalten, das man an
Entenweibchen, wenn sie sich am Nest
oder bei ihren Jungen zur Wehr setzen,
beobachten kann.

Einige Gänse (Anser) gelangen auf

Abb. 36. $ Spießente, Anas (Dafila) acuta L. Etwa 1:5 nat. Gr. _. ' „ „T

Blatt 55 links unten zur Darstellung. Wenn
auch auf der oberen Reihe nur ein Stück der Unterseite mit den Füßen erhalten ist, so sind diese
doch so charakteristisch, und die Abgrenzung der einfarbigen Steißfedern gegen die ge-
musterten Bauch- und Tragfedern ist so bezeichnend, daß hier nur eine Saat-, eine Grau- oder

1) L. D. II 60. 2) Trouessart, Catalogus mammalium etc. Berlin 1904/5.

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