Fliegende Blätter — 92.1890 (Nr. 2319-2344)

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Es sa - ßen acht Jung - fern bei'm Thee.

fe! Sech ^ zehn ^cr^jcn fcif) int nach - ften Jahr man geh - en alv Paar zum Al-tar.

Thränen.

(Eine Legende.)

war vertrieben aus dem Paradiese
Der'Menschen erstes Paar durch eig'ne

Schuld,

Und Noth und Elend, nie gekannte Schmerzen,
Sie nagen an den gottverlasstnen Seelen.

Doch wie sie auch verlassen, Einer heget
Mit den Gefallenen Mitleid, sinnt und sinnt,
Wie er die Nacht des Kummers könnte mildern
Durch einen Hellen, warmen Trostesstrahl.

's ist einer aus der Engel Schaar, und wie

er sinnt,

Schleicht leis sich aus dem Auge eine Thräne.
Er lächelt froh — wenn auch gering fein

Können,

Darf er doch Eins dir geben, armer Erdensohn!
Er steigt hernieder, bringt es, bringt die

Thränen,

Und leise löst sich von des Menschen Herzen
Der Gram, und heller wird sein Auge wieder,
Verzweiflung weicht der frohen Zuversicht.

Er faßt zum Kämpfen Muth, saßt Mnth zum

Leben

Und blickt zum Himmel ans mit frommen

Augen,

Dem Engel dankend, der die Thränen gab.

Lmil Pesch kau.

Musikalischer Notenscherz.

4*
Objekt
Titel: Fliegende Blätter
Detail/Element: "Thränen" "Musikalischer Notenscherz"
Künstler/Urheber: Gehrts, Karl  i
Meggendorfer, Lothar  i
Inv.Nr./Signatur: G 5442-2 Folio RES
Aufbewahrungsort: Universitätsbibliothek Heidelberg  i
Schlagwort: Karikatur  i
Satirische Zeitschrift  i
Herstellungsort: München  i
Bildnachweis: Fliegende Blätter, 92.1890, Nr. 2322, S. 31
Aufnahme/Reproduktion
Urheber: Universitätsbibliothek Heidelberg  i
HeidICON-Pool: UB Fliegende Blätter  i
Copyright: Universitätsbibliothek Heidelberg
Bild-ID HeidIcon: 219624
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