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Götz, Rolf
Die Sibylle von der Teck: die Sage und ihre Wurzeln im Sibyllenmythos — Kirchheim unter Teck, 1999

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https://doi.org/10.11588/diglit.16141#0080
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Um 1300 wurden die vier Kappen des Gewölbes im Chor der Pfarrkirche St. Nikolaus zu Oberwälden im Landkreis Göppingen
mit Fresken ausgemalt, die jeweils eine)} Evangelisten zeigen, der von einem jüdischen Propheten und einer heidnischen Sibylle
flankiert wird. Sie sind die Repräsentanten der Verkündigung Christi. Der Gewölbeschlußstein ist nämlich mit dem Lamm be-
malt, das ein Christussymbol darstellt. Die Ausmalung des Gewölbes stellt somit eine „Majestas Domini" dar. Das Fresko der
Südkappe zeigt im Mittelpunkt den Evangelisten Lukas mit einem Spruchband mit Ochsenkopf und Huf (der Ochse ist bekannt-
lich das Kennzeichen des Evangelisten Lukas), umgeben von einem Propheten mit Judenhut und einer Sibylle mit Barett.

Foto: Rolf Götz, Weilheim

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